Josie (aka Momo)

24. Februar 2026...
Wie das Leben so spielt, man verliert eine geliebte Fellnase, sagt sich nie wieder einen Hund, der Abschied tut einfach so weh und dann kommt das Leben dazwischen....
In der Phase meines Lebens ohne Anton weiterleben zu müssen, entdeckte ich durch Zufall einen Aufruf per WhatsApp "Momo sucht ein Zuhause"...
Ich zeigte es meinem Mann und dann begann ein längeres Kennlernen. Momo (jetzt Josie) war ein mega ängstlicher Hund und wir fragten uns bei jedem Treffen mit der Pflegestelle, ob es der richtige Hund für uns ist. Die tausend Fragen ...schaffen wir das, können wir eine gute Familie für Momo sein (so viel Erfahrungen mit ängstlichen Hunden hatten wir beide nicht), die Bemerkungen der Freunde (so ein Angsthund kann auch mal zum Beißer werden)...usw. Letztendlich hat mein Mann entschieden, wir nehmen sie zu uns, wir werden das schon schaffen und so zog Momo nach ca. ¼ Jahr des Kennenlernens bei uns ein.
Der Anfang war wirklich schwierig, Josie (Momo) hatte so eine schreckliche Angst und es brach uns fast das Herz. Nach und nach faßte sie jedoch Vertrauen zu uns, obwohl sich dieses „nach und nach“ auf fast 2 Jahre zog, Es fiel uns auf, daß sie ungern spazieren ging. Wir versuchten sie zu motivieren, aber es hatte alles keinen Sinn. Dann fing sie auch noch an zu hinken, also sind wir zum Tierarzt. Dort hat man festgestellt, daß die Hüfte von Josie kaputt war. Sie bekam erstmal Schmerzmittel und später wurde die Hüfte operiert. Die OP verlief sehr gut, Josie war sehr tapfer. Der Heilungsprozess gestaltete sich problemlos.
Nach nunmehr fast 3 Jahren ist Josie ein fröhliches Hundemädchen, die ihr neues Leben gern angenommen hat. Sie liebt es auf dem Grundstück zu toben, die langen Spaziergänge (vor allem mit ihren Hundekumpels aus der ehemaligen Pflegestelle), sie futtert für ihr Leben gern, noch viel lieber Leckerlis. Sie macht mit Freude jeden Hundetrick mit, den wir ihr beibringen und sie liebt ganz abgöttisch meinen Mann. Aber wenn ich mit Futter / Leckerlis zu ihr komme, dann liebt sie mich auch. Sie bringt uns zum Lachen, ob es darum geht auch mal etwas zu tun, was ihr keine Freude bereitet, aber notwendig ist (wie z. Bsp. das Fahrradanhängertraining). Sie kann auch ein richtiger Clowni sein. Sie ist viel mutiger geworden, ob es bei Spaziergängen zu fremden Tier- oder Menschenkontakten kommt oder bei uns zu Hause bei einer Feierlichkeit mit mehreren Gästen. Sie nimmt mittlerweile sogar Leckerlis von unseren Gästen an. Man kann sagen, sie ist rundum ein glücklicher Hund geworden.
Wir freuen uns sehr darüber und sind unendlich glücklich über diesen positiven Verlauf. Vor allem bin ich meinem Mann sehr dankbar, daß er die richtige Entscheidung für uns und Josie getroffen hat.
Danke an das Tierheim „Der Glückliche“ in Wladikawkas, das Momo aufgenommen hat. Danke an den Verein Hundeherz Russland e.V., der Momo die Überfahrt nach Deutschland ermöglicht hat. Danke an die Pflegestellen, die Momo bei sich aufgenommen haben und ihr das Hundeeinmaleins beigebracht haben. Danke auch an die beiden Hunde Nouschka und Molly, die ihr Vertrauen zu den Menschen beigebracht haben und sie in ihre Hundeclique aufgenommen haben.
Sie ist ein toller Hund geworden, wir sind sehr froh sie bei uns zu haben.








