Happy Birthday - 1. Mai - wir werden 1 Jahr alt

Unser Verein Hundeherz Russland e.V. wird ein Jahr alt und aus diesem Grund möchten wir auf ein ereignisreiches Jahr mit Höhen und Tiefen zurückblicken, ein Jahr von der Gründung bis zum heutigen Stand. Ein Jahr, welches das Leben von vielen Familien und vor allem von vielen Hunden veränderte. Mit viel Geduld, Ehrgeiz und starkem Willen wurde es den Vereinsmitgliedern zusammen mit Aleksey und Marina möglich, das fast Unmögliche, möglich zu machen. 


Unsere Mitglieder

In diesem Jahr haben sich dem Verein 35 Mitglieder angeschlossen, daraus hat sich ein engagiertes Team von rund 18 Mitgliedern gebildet, die tagtäglich unglaubliches leisten, um das Leben der russischen Straßenhunde zu verbessern. Wir können uns über jeden Unterstützer in unserem Verein glücklich schätzen und freuen uns, dass alle an einem Strang ziehen. An diesen Punkten möchten wir uns ganz herzlich bei allen Mitgliedern bedanken, die jeden Tag für den Verein aktiv sind. 

Diverse Aufgabenbereiche wurden intern koordiniert und unter anderem sind wir nun auf unserer Homepage, sowie bei Facebook und Instagram, Quoka, Tiervermittlung und Deine Tierwelt.de vertreten.

Einen großen Dank geht auch an unseren prominenten Unterstützer Mehmet Kurtulus. 


Unsere Ziele

Wir sind froh, bereits viele Ziele umgesetzt zu haben und werden auch weiterhin alles tun, um bessere Bedingungen für die Straßenhunde in Wladikawkas zu schaffen. Ein wichtiger Aspekt ist für uns die Aufklärung über Straßenhunde in Russland vor Ort, sowie die stetige Vermittlung unserer Fellnasen. Weitere Ziele sind zudem auch unsere Kastrationsaktionen und das Behandlungszimmer weiter auszubauen. 


Unsere Vermittlungen

Einen großen Dank geht an unsere fleißigen Transportfahrer, die tausende von Kilometern hinter sich ließen, um unsere Hunde nach Deutschland zu bringen. 

So gelang es uns in diesem Jahr:

  • 6 erfolgreiche Transporte zu starten.
  • im Jahre 2019: 73 Hunden ein neues Leben zu schenken.
  • bisher im Jahre 2020: 32 Hunde in ihre Familien zu vermitteln.
  • darunter 16 Langzeit-Schätzchen zu ihren Familien zu bringen.
  • weitere vier Langzeit-Schätzchen sind zusätzlich reserviert.


Das sind insgesamt 105 Hunde, die zum Teil aus den schlimmsten Bedingungen ins Tierheim kamen. Welpen, Langzeit-Insassen oder auch gehandicapte Hunde haben durch motivierte Adoptanten eine zweite Chance erhalten. Vielen Dank, ohne Euch hätte das alles nicht geklappt.

Unsere Rettungsaktionen

Mit viel Engagement und emotionaler Kraft gelang es uns den Hunden zu helfen, die vermutlich am schwersten gelitten haben. Im Sommer 2019 wurden rund 60 Hunde aus dem städtischen Tierheim gerettet, im Winter kamen rund 30 weitere Hunde dazu. Im Frühjahr 2020 wurden wieder 30 Hunde, vor allem Welpen, gerettet. Junge, alte und kranke Hunde wurden vor ihrem Tod bewahrt und darüber sind wir endlos glücklich. Da das städtische Tierheim nun wieder unter neuer Leitung öffnen dürfte, werden wir auch in diesem Jahr wieder alles geben, um weitere Hunde aus der Hölle zu befreien. 


Pflegestellen-Hunde

Wir hatten in diesem Jahr auch viele Hunde, die auf Pflegestellen lebten. 

Darunter diese wundervollen Fellnasen:

- Nele, Maya, Bob, Lulu, Luna, Frederike, Fips und Alexa

Nur noch Maya und Frederike suchen nach ihrer Familie, die anderen Fellnasen haben bereits ihr Glück gefunden. Wir bedanken uns bei allen Adoptanten und wünschen noch weitere ereignisreiche Jahre mit ihren neuen Familienmitgliedern. 


Rückläufer

Leider bestand das Jahr auch aus nicht so schönen Momenten. Unsere liebevollen Hündinnen Maya, Alexa und Tinka hatten leider einen nicht so schönen Start. Diese Hunde wurden vermittelt, jedoch blieben sie aus diversen Gründen nicht bei ihren Familien. Glücklicherweise wurde Alexa von einer tolle Familie gesehen, nun darf sie mir Hundefreundin Rada zusammenleben. Auch Tinka wurde weitervermittelt und genießt ihr Leben nun in vollen Zügen. Nun suchen wir noch für Maya und Frederike eine geeignete Familie. 

Vorher-Nachher Geschichten & Fotos

Wir möchten Ihnen aber auch einige ganz besondere Verwandlungen nicht vorenthalten. Diese Adoptanten haben nicht zurückgeschreckt vor kranken, sehr ängstlichen Hunden, vor Dreibeinchen oder Hunden die schon seit Jahren nach ihrer Familie suchen. Im Anhang findet Sie die Entwicklung der Hunde, die uns als Tierschutzverein unglaublich stolz machen. 

Nach über 5 Jahren, endlich das Leben von dem jeder Hund träumt

Malysch ist schwer verletzt vor 5,5 Jahre ins Tierheim gekommen, Schnittwunde und zwei  Einschüsse. Sehr lange hat er Menschen nicht vertrauen können. Irgendwann ist er zum besten Freund und Helfer geworden. Wenn Aleksey nicht da war, hat der stolze Kangal Mix  sein Rudel beschützt und für Ordnung gesorgt. Nach vielen Jahren war er nicht mehr der jüngste und stärkste. Junge Rüden haben ihm seine Position streitig gemacht und unser  lieber Malysch war erschöpft vom Kämpfen. Er musste in den Ruhestand und das war nur möglich, wenn Malysch in einer Voliere war. Das hat den stolzen Junge aber nicht glücklich  gemacht und so beschloß Aleksey schweren Herzens Malysch ein neues Zuhause zu suchen. 

Malysch kam nach Hückelhoven, wo er in einem Haus mit Garten seine kleine Wache  schieben kann. Hier hat er zwei Hundedamen, Katzen und natürlich seine Hundemama zu beschützen und zum lieb haben. Malysch ist sehr Weise, er übertreibt es nicht mit dem Beschützen und hört sehr gut auf alles, was man ihm sagt. An der Leine läuft er perfekt und sonst auch ist es der verständnisvollste und liebevollster Hundejunge der Welt. Manchmal ist er ein kleiner Junge und holt seine Kindheit nach. Kuscheltiere sind seine Leidenschaft und manchmal klaut er einfach welche, dann freut er sich wie ein kleiner Junge. Malysch hat die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen, zu spielen und zu toben. Seine Mädels machen ihm seine  Position nicht strittig, sondern bewundern ihn. So lässt es sich gut leben. 
Und vielleicht kommt Aleksey bald noch mal, dann kann Malysch ihm über sein neues Leben erzählen.

Die schüchterne Schönheit im Hintergrund 

Belka - von ihrem Bild auf der Internetseite waren wir sofort fasziniert, allerdings war uns da noch nicht klar, dass dieser besondere Hund zu uns sollte. Erst als wir sahen, dass sie einige Zeit später immer noch nicht vermittelt war, entschieden wir, sie zu uns zu holen. Am Anfang war sie nur „Angst und Unsicherheit“, musste u. a. die Treppe hochgetragen werden. Nun ist sie ca. 5 Monate bei uns und nicht wiederzuerkennen. Sie liebt uns und wir sie. Sie hat ihre Lieblingsplätze, geht spazieren, flitzt die Treppe gleichauf mit Emma hoch, lernt jeden Tag neue Dinge. Natürlich ist sie noch vorsichtig und manchmal regelrecht schüchtern, aber mit unserem anderen Hund (Emma) verträgt sie sich sehr gut und guckt sich viel ab. 

Es ist so schön, ihr Glück über ein sicheres und gemütliches Zuhause zu spüren. Wir sind sehr froh, sie bei uns zu haben. Übrigens holt sie sich immer irgend einen Gegenstand (Socke, Schuh usw.) auf ihr Lager, um mich immer „bei sich zu haben“.

Dreibeinchen entdeckt die schönen Seiten des Lebens

Luna fällt unter die Kategorie: "nicht gesucht, aber trotzdem gefunden." Eigentlich wollten wir keinen Hund mehr, nachdem unser Becks im Dezember 2018 verstorben ist. Als die Pflegestelle von Luna (eine Freundin von mir) die Annonce von Luna geteilt hat, habe ich mich in die Bilder verliebt. Dann habe ich erst den Text gelesen und gedacht: Sie würde so toll zu uns passen. Also habe ich Silja angerufen und noch am gleichen Tag kam sie mit Luna vorbei, damit die ganze Familie sie kennenlernen konnte. Leah und mich hat sie sofort überzeugt, die Kater waren etwas stinkig, aber haben sie nicht abgelehnt. Noch am gleichen Abend haben wir zugesagt und alle Formalitäten geklärt, so dass Luna einziehen konnte. Zunächst war sie etwas zurückhaltend und Gassi war nicht schön aus ihrer Sicht. Sie blieb ständig sitzen und ging erst nach Aufforderung weiter. Füttern war auch nicht das Highlight für sie. Nach Futterwechsel war das Problem aber im wahrsten Sinne des Wortes "gegessen". Die feine Dame von der Strasse frisst halt nicht alles. Inzwischen ist Gassi das Highlight des Tages. Kaum das Geschirr in der Hand kommt, Luna angerannt und will raus. Sitzen bleibt sie nur noch, wenn es zu anstrengend für sie wird. Auf den Feldern läuft sie frei und hört sehr gut. Sie ist sehr auf mich fixiert, genießt aber auch jede Streicheleinheit von Fremden. Zu Mensch und Hund ist sie immer freundlich, ich kann sie überall mit hinnehmen. Selbst meine Mutter hat ihr ein Körbchen gekauft, so dass Luna einen festen Platz hat, wenn wir zu Besuch sind. Sie hat absolut alle in der Familie um den Finger gewickelt, selbst meinen Mann, der eigentlich keinen Hund mehr wollte. 

Es war die richtige Entscheidung Sie zu uns zu nehmen. Ein Leben ohne sie kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Sie macht unsere chaotische Familie komplet.

Auch anfangs kranke Hunde wollen das Paradies kennenlernen

Vista hatte kleine Welpen und eine Demodikose und deshalb nicht mehr viele Haare am Körper. Nach medikamentöser Behandlung hat sie nun ein prächtiges Fell gekriegt, pechschwarz und glänzend! Vista hat sich auch sonst wunderbar entwickelt. 

Ich hätte mir nie gewagt vorzustellen, so einen tollen Begleiter zu bekommen und dies bereits in kürzester Zeit. Nach 2 Monaten läuft Vista nun meistens frei, sie hat einen guten Rückruf, ist freundlich zu Kindern und Katzen, jagt keine Fahrräder oder Jogger, zuhause ist sie ruhig und auf dem Spaziergang hat sie Power, spielt gerne und tollt herum – sie ist wunderbar. Vielen lieben Dank an Aleksey und ans Team von Hundeherz Russland!

Dem Tode näher als dem Leben

Fima kam bei uns in einem relativ schlechtem Zustand an. Man konnte zwar sehen, dass sie in den letzten Wochen von Aleksey aufgepäppelte wurde, aber natürlich brauchte es noch viel Zeit und Liebe um sie auf ein normales Maß zu bringen. Als sie von Aleksey aus dem städtischen Tierheim gerettet wurde, war sie wohl dem Tod näher als dem Leben.ach dem sie bei uns einzog, war sie von Anfang an sehr offen und interessiert und war von der ersten Sekunde in ihren großen Bruder verliebt. Sofort wurde gespielt und rumgeblödelt und Bosko war auch vorsichtig, da wohl auch er ihren geschwächten Zustand merkte. Wir zeigten ihr ihren Platz mit vielen weichen Decken und Kissen, den sie auch sichtlich genoss. Die ersten zwei Wochen schlief sie in diesem auch sehr viel, träumte aber auch sehr intensiv dabei, was auch verständlich ist, denn sie musste ja viel verarbeiten. Wir konnten schnell sehen, wie sie an Gewicht zunahm und auch ihre Haut besser wurde, die auch sehr gereizt war als sie zu uns kam. 


Von Woche zu Woche wurde sie schwerer, das Fell glänzender und sie fitter. Das konnte man auch gut daran sehen, wie sie mit Bosko spielt und dabei immer mehr Energie sichtbar wurde. Heute liebt sie es mit ihrem Bruder zu rennen und zu toben, deshalb geht sie mit Frauchen auch hin und wieder zum Joggen und im Herbst darf sie auch mal mit zum Scootern. Fima sucht die körperliche Nähe und liebt es zu schmusen und bei einem zu schlafen. Sie ist ein so fester Bestandteil unserer Familie geworden, dass wir uns es ohne sie gar nicht mehr vorstellen können.

Die Bedingungen im Tierheim „der Glückliche“ in Wladikakwas

Das Tierheim betreut momentan 190 Hunde. Allein im März und April diesen Jahres wurden 30 Hunde aus dem städtischen Tierheim gerettet, 35 Hunde stammen aus privaten Pflegestellen.

Im Jahre 2019 konnten Aleksey und Marina rund 85 Hunde kastrieren. Bisher gelang es uns auch im Jahre 2020 rund 13 Kastrationen durchzuführen, leider konnten wegen der Corona-Krise noch nicht mehr Hunde kastriert werden. Sobald die Corona Krise überstanden ist werden wir die Kastrationen wieder in Angriff nehmen. 


Ein weiteres Thema was wir  in Angriff genommen haben ist ein Behandlungszimmer für das Tierheim, in dem kranke und verletzte Hunde behandelt werden können. Eine Türe, die extra angefertigt werden musste, wurde beauftragt und ist bereits fertig. Fenster wurden gekauft und ein Unternehmen gefunden, welches uns die Trockenbauwände aufstellen und den Boden verlegen. Es ist noch viel zu tun, aber der Anfang ist gemacht. 

Die monatlichen Einnahmen im Tierheim haben leider ebenfalls einbußen durch die Corona-Krise. Das Tierheim benötigt ca. 5.000€ jeden Monat, um die Hunde zu ernähren. Doch nur wenige Futterlieferanten dürfen zurzeit noch fahren, da aufgrund von Corona deutlich weniger Genehmigungen ausgestellt werden als vorher. Auch unsere Notfälle und Operationen kosten Geld, sowie die Pflegestellen in Deutschland und in Russland.


Aktuelle Problematiken

Leider gibt es noch Schwierigkeiten, die es zu lösen gilt. Unsere aktuellen Komplikationen beziehen sich auf das Grundstück des Tierheims, denn noch immer gibt es Probleme zum geplanten Pachtvertrag. Auch wurden aufgrund der aktuellen Lage die Preise der Futterlieferanten erhöht, welches ein existenzielles Problem für unsere Hunde darstellt. 


Unterstützungsmöglichkeiten

Auch Ihr könnt uns weiter unterstützen, denn wir sind auf jede Hilfe angewiesen. Gerne nehmen wir Hunde-, Futter oder Namenspatenschaften für unsere Hunde entgegen. Gerne dürfen Sie auch unsere Inserate auf Facebook, der Homepage oder Instagram teilen, um mehr Menschen auf uns aufmerksam zu machen. Wer Mitglied werden möchte, jeder ist willkommen und zusammen können wir Großes erreichen. 


Danke!

Zu guter Letzt möchten wir den Menschen danken, ohne die das letzte Jahr gar nicht möglich gewesen wäre, unseren tollen Adoptanten. Wir haben viele tolle Menschen kennengelernt, die mit viel Herzblut und großer Liebe unseren Hunden ein neues Heim geschenkt haben. Vielen Dank für Ihre Geduld, Ihr Mitgefühl und Ihr großes Herz. 
Einen großen Dank geht vor allem auch an Aleksey, Marina und Viktoria, die tagtäglich Unglaubliches leisten und mit viel Herz dabei sind. 


„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“  - Hermann Hesse


Happy Birthday Hundeherz Russland e.V., 
auf weitere erfolgreiche Jahre.

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