Borja – unser Kämpfer erzählt euch gerne mehr von sich…

Ein Kämpferherz gibt sich nicht auf – jetzt sucht er Dich!

Name: Borja 
Rasse: Mischling
Geschlecht: männlich
Geboren: 28.04.2019
Größe: 50 cm
Gewicht: 29 kg

Gesundheitszustand: geimpft, gechipt, gegen innere und äußere Parasiten behandelt

Handicap: Borja hatte einen Verkehrsunfall – aktuell noch ein kleines Handicap

Kastriert: noch nicht

Ort: Wladikawkas

Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=753TgmS1HaM

https://www.youtube.com/watch?v=b3yFJBQB0mk

https://www.youtube.com/watch?v=1K9IhA2UXMU


Zu Borja haben wir von Hundeherz Russland beste Neuigkeiten:
aktuell trägt Borja zwar noch an den Hinterbeinchen eine Art Stützstrümpfe, damit sich sein Gang ausgleicht und wieder ganz gerade  wird. Aber Lauf-Wagen und Lähmung sind vergessen. Auch „untenrum“ ist alles bestens. Borja ist sauber und hält wieder Urin und Kot; kann also wie jeder Hund sich ganz normal beim Gassigang lösen. Die Heilung von unserem Kämpfer Borja  ist voll im Gange und es sieht alles sehr vielversprechend aus. Borja ist mittlerweile ein echter optischer Blickfang und außerdem ein fröhlicher, verspielter Hund, der seine Menschen über alles liebt. 

Zur Vorgeschichte: 

Videos: 

https://youtu.be/zFa5-mp59BI

https://www.youtube.com/watch?v=SR51b85QyZw

Borja führte als Straßenhund nicht das schlechteste Leben. Geboren und aufgewachsen war er auf einem Werksgelände. Die Arbeiter dort waren zwar nicht gerade nett zu Borja und hin und wieder gab es auch einen unsanften Tritt, aber Borja konnte ein relativ ruhiges Leben führen. Aleksey kannte den netten Borja bereits und fütterte ihn auf dem Fabrikgelände mit durch. Im Januar 2020 gab es dann einen schrecklichen Unfall. Borja hatte sich zum Schutz vor Regen und Schnee unter einem Auto verkrochen und leider hatte ihn niemand dort bemerkt. So passierte das Schlimme: Borja wurde überfahren. Sofort wurde Aleksey benachrichtigt, der den schwer verletzten Hund auch mitnahm. Beim Röntgen stellte sich heraus, dass die Wirbelsäule schwer verletzt war. So eine OP konnte man in Wladikawkas nicht durchführen, doch dank des Einsatzes von Aleksey war die Uniklinik in Moskau tatsächlich bereit Borja zu operieren. Nach erfolgreicher OP durfte Borja mit den schönen braunen Augen und dem weichen Fell in eine  Pflegestelle, in der er aktuell weiterhin medizinisch versorgt wird und Physio-Therapie erhält. Der Lauf-Wagen und viele Schmerzen sind zum Glück Vergangenheit und es wäre doch zu schön, wenn Borja nun direkt zu seiner „eigenen Familie“ reisen dürfte und einen Platz auf Lebenszeit finden könnte.



Haben Sie Interesse an diesem Hund? Dann schreiben Sie uns, wir freuen uns.

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Vorgeschichte

Erst kürzlich haben wir unseren Borja – nachdem wir nun wissen, dass er seinen Unfall überstanden hat – auf Facebook und Instagram gepostet. Und schon jetzt erreichen uns viele Nachrichten gerade zu Borja. Viele von euch wünschen dem tapferen Kerl das Allerbeste und so wollen wir euch nochmal ganz genau schildern, wie es zu Borjas Unfall kam und was er bislang so erlebt hat und wer könnte das besser als unser Borja selbst. 

Lassen wir unser Handicäpchen Borja zu Wort kommen:

Hallo, ich bin Borja und ich bin ganz sprachlos, weil mir mein Frauchen auf der Pflegestelle erzählt hat, dass hier in Deutschland sich so viele nette Menschen gefreut haben, weil ich wieder auf dem Weg der Besserung bin. Eigentlich bin ich doch gar nichts Besonderes. Meine Mama brachte mich auf einem Fabrikgelände in Wladikawkas zur Welt. Schön war es dort nicht, aber bei meiner Mama und den Geschwistern war es trotzdem kuschelig. Dann war ich eines Tages alleine und auf mich gestellt. Auf dem Gelände gab es zwar mehr Hunde, aber jeder von uns war ein Einzelkämpfer und ich war froh, wenn ich meine Ruhe haben konnte von allen anderen Hunden dort und auch von den Menschen in der Fabrik.

Die Menschen dort waren nicht sehr nett zu uns Hunden. Manche hatten hin und wieder ein Stück Brot oder Wurst für uns übrig. Aber das war eher selten der Fall. Viel öfter gab es einen Tritt und hin und wieder erging es einem Kumpel aus dem Fabrik-Rudel so richtig schlecht. Deshalb habe ich mich immer lieber verzogen und mein Ding gemacht. Der einzige Mensch, den ich von Herzen liebe ist aber Aleksey. Den kannte ich schon von klein auf. Und der war immer wieder vor Ort mit einer riesigen Schüssel mit Spezialbrei und der schmeckt richtig lecker und macht den Bauch so richtig voll und warm. Das ist das Schönste was man sich vorstellen kann. Alesksey hat immer ein liebes Wort für uns Hunde und manchmal nimmt er auch einen von uns zu sich mit nach Hause. Er hat nämlich ein Tierheim wurde mir von anderen Hunden berichtet. Aber ich bin groß und stark und da weiß Aleksey natürlich, dass ich es auch ohne ihn schaffen kann da draußen in der Fabrik.

Eines Tages war es mal wieder so richtig kalt und nass. Ich war schon völlig durchnässt und hatte keinen Unterschlupf gefunden. Alles schon besetzt von den anderen Kerlen hier und für ein paar kleinere Hunde unter uns hatte ich selbst den Platz geräumt, denn die haben es ja noch viel schwerer als ich selbst. Da kam mir die Idee mich unter einem Auto einzukuscheln. Es war nicht warm darunter, aber trocken und der Wind fegte nicht allzu über mich dahin. Also schlief ich ein und träumte von meiner Mama, von Aleksey und von glücklichen Zeiten. Da gab es plötzlich ein Geräusch über mir. Ein Motor? Nein – ich war doch noch unter dem Auto und bevor ich hervor krabbeln konnte war es schon geschehen. Ich lag unter dem Hinterreifen und der Schmerz war unbeschreiblich. Dann wurde mir schwarz vor Augen und als ich wieder zu Bewusstsein kam, sah ich ein Gesicht über mir: Aleksey mein Retter – wahrscheinlich war ich schon im Hundehimmel…

Die Arbeiter waren so aufmerksam, sofort Aleksey zu benachrichtigen und der hat mich doch tatsächlich auch mitgenommen. Viel habe ich nicht mehr in Erinnerung von diesem schlimmen Tag aber ein wenig freute es mich doch, nun endlich bei Aleksey ins Auto einsteigen zu dürfen. Es waren aber andere Voraussetzungen als gedacht und Aleksey schaute mich immer wieder sehr traurig und beunruhigt an. Ich glaube er hatte Angst, ich würde sterben. Aber das wollte ich nicht, ich wollte doch bei ihm bleiben dürfen. Im Tierheim angekommen war da noch eine sehr nette Frau die Marina gerufen wurde. Auch sie half mir sofort und gab mir etwas gegen die schlimmen Schmerzen. „Erste Hilfe“ war das wohl, wie mir später ein ganz schlauer Hund noch erklärt hat. Und dann hörte ich noch während ich so vor mich hin dämmerte, dass Aleksey mit der Tierklinik telefonierte. Die wollten mich tatsächlich sehen. So viel Aufwand für einen armen Straßenhund – ich war irgendwie geschmeichelt, dass ich Aleksey so wichtig war. 

In der Tierklinik legten die mich unter so ein Blitzlicht-Gerät – Röntgen erklärte mir ein schlauer Hund später heißt das wohl. Das Bild war wohl nicht so toll geworden, denn die Tierklinik Ärzte machten ganz traurige Gesichter und sprachen sehr ernst mit Aleksey. Von Erlösen war da die Rede und von einer verletzten Wirbelsäule. Das hörte sich echt böse an und trotzdem wollte ich eigentlich nicht erlöst werden, denn das heißt doch sterben und ich war ja erst so kurz auf dieser Welt. Noch nicht mal ein Jahr alt bin ich geworden und sollte schon sterben. Das war zu viel für mich und ich schlief erschöpft ein. 

Tatsächlich hatten die Ärzte in der Tierklinik Aleksey empfohlen mich einzuschläfern. Das hörte ich als er mit Marina darüber sprach. Ich war aber wieder im Tierheim gelandet und so wusste ich, noch war es nicht vorbei und ich hatte jemanden der sich für mich einsetzte: Aleksey. Der hatte sogar mit einer anderen Klinik telefoniert. Der Uniklinik in Moskau und dort hatten Fachleute sich entschlossen mich zu operieren. Mich den Straßenhund aus Wladikawkas. Wenn ich nicht so K.O. gewesen wäre von all den Schmerzmitteln, dann hätte ich mit dem Schwanz gewedelt. Aber Aleksey sah die Dankbarkeit bestimmt in meinen Augen und so war es mir auch ganz egal, dass man mir nur 30 % Chance aufs Überleben einräumte. 30 % hört sich doch gut an oder? 

So machte ich mich ganz alleine in einem Auto mit einem fremden Mann am Steuer auf die Reise nach Moskau und das ist ganz schön lange. Mit dem Auto sind das 20 Stunden Fahrt und ich dachte wirklich ich würde nie dort ankommen. Aber ich schlief ganz viel und der Mann am Steuer dachte bestimmt, dass ich eh schon gestorben bin, aber das war ich nicht. Und dann kam sie: eine Tierschützerin (so heißen die netten Menschen, die sich um uns Straßenhunde kümmern). Sie nahm mich ganz lieb in den Arm und sprach beruhigend auf mich ein und brachte mich in die Klinik nach Moskau. 

Operieren durfte man mich aber dort noch nicht, denn man hatte mich ganz oft gepiekst und mir Blut abgenommen. Und da wussten die Ärzte, dass ich „aufgepäppelt“ werden musste. Das war irgendwie schön und tat mir gut – die Spezialnahrung ließ mich wieder zu Kräften kommen. Aber als ich schon meinte, ich darf wieder nach Hause zu Aleksey (ja ich hoffte so sehr, da jetzt für immer sein zu dürfen), wurde ich schon wieder schlafen gelegt und die OP begann. Die Ärzte gaben sich optimistisch, soviel habe ich noch verstanden aber dennoch war es eine ganz große Sache und über 3 Stunden wurde an mir operiert. Ich darf gar nicht dran denken….

Die OP dauerte – so habe ich gehört - mehrere  Stunden und alle hatten Sorgen, dass ich diese vielleicht doch nicht überstehe. Aber da haben die falsch gedacht: ich bin doch ein Kämpfer und gebe so schnell nicht auf. 

Nach drei  Tagen  in der  Intensivstation der Uniklinik  durfte ich wieder zur Fachklinik wechseln. Alle waren dort sehr lieb zu mir. Die Pfleger hatten immer ein nettes Wort für mich und ich wurde sehr oft gestreichelt. Und so kam mir die Zeit gar nicht schlimm vor in der Klinik, auch wenn ich immer liegen musste und (peinlich) auch in der Box mein Geschäft verrichten sollte. Aber niemand hat mich geschimpft und ich dachte es würde immer so weitergehen. Aber nach zwei  Wochen durfte ich auch diese  Klinik  verlassen  und wechselte  in eine  Pflegestelle. Das sind Freunde von Aleksey und die sind superlieb zu mir und können mich sogar medizinisch versorgen. Zusätzlich bekomme ich Physio. Das heißt so, wurde mir von einem anderen Hund erklärt, der sich super mit medizinischen Dingen und so auskennt. Ein echter Experte und das Turnen und Beine bewegen tut mir auch total gut, denn am Anfang konnte ich gar nicht aufstehen und das war so beschämend für mich und ich hatte Angst, dass ich ein echter Krüppel bleiben würde. Denn denen geht es doch ganz schlecht auf den Straßen und die schaffen es gar nicht über den Winter. Sollte ich wieder zurück müssen, wäre das mein Ende. Aber die Pflegeeltern sind total lieb zu mir und es gab noch kein Wort, dass sie mich auf die Straße zurück bringen würden. Ich kann jetzt sogar wieder ganz alleine aufstehen und habe was Tolles bekommen: einen Laufwagen – wie eine Kutsche sieht das aus. So kann ich toll laufen und auch wenn meine Wirbelsäule operiert wurde, bin ich doch nicht ganz gelähmt. 

Ich kann jetzt schon so viel wieder alleine. Ich stehe alleine auf und kann mit dem Wagen richtig schnell werden – da schauen die Leute aber, wenn ich damit Gassi gehe. Und pinkeln kann ich auch ganz ohne Hilfe! Ich bin noch lange nicht weg vom Fenster und jetzt habe ich gehört, dass ich vielleicht schon bald zu Aleksey und Marina nach Wladikawkas in das „Tierheim der Glückliche“ zurück reise. Hier in Moskau muss wieder Platz werden für einen anderen schwer kranken Hund und krank bin ich ja nun nicht mehr. 

Aber jetzt habe ich noch was Neues erfahren. Aleksey hat Freunde in Deutschland. Die nennen sich Hundeherz Russland und jeden Monat fährt eine kleine Gruppe mit etwa 15 Hunden (die „Auserwählten“) nach Deutschland zu einem eigenen Zuhause. Und die Hundeherz Freunde suchen jetzt schon eine Familie nur für mich. Ich bin bestimmt nicht der schönste aller Hunde – auch wenn mein Pflegefrauchen so schöne Bilder von mir gemacht hat, dass ich selbst ganz stolz bin. Ich bin aber ein ganz lieber und brauche gar nicht viel im Leben – ganz ehrlich.

Wenn ihr mich haben wollt und näher kennenlernen, dann meldet euch doch beim

  • Tierheim "der Glückliche" https://www.facebook.com/Das-Tierheim-Der-Glückliche-in-Wladikawkas-269885200400017/
  • Oder gerne per Email: Tierheim.der.glueckliche@gmail.com
  • oder über das Kontaktformular, siehe unten


Und da ruft euch dann auch jemand zurück. Und die erklären euch alles ganz genau. Auch wie ich so gesundheitlich jetzt aktuell da stehe. Denn ich bin ja doch nicht so superschlau, dass ich euch alles ganz genau erklären kann. Ruft ihr für mich an? Dann würde ich mich so freuen. Denn ein eigenes Herrchen oder Frauchen hatte ich noch nie und ich verspreche euch, ich werde immer lieb sein. Denn eines weiß ich: auf die Straßen von Wladikawkas möchte ich nie mehr zurück und kein Hund auf der Welt verdient es, alleine auf der Straße sein zu müssen. Darf ich also zu dir kommen?

Da die Behandlungskosten für unser Handicäpchen Borja sehr hoch sind, freuen wir uns natürlich über jede Unterstützung. 

Vielen Dank. 

Paypal: 
Info.hundeherzrussland@gmail.com

Bankdaten: 
Hundeherz Russland e.V.
IBAN: DE50 3105 0000 0004 9755 04
Sparkasse Mönchengladbach

Hundeherz Russland - Hilfe für verlassene Straßenhunde und -Katzen e.V.