Erfahrungsberichte unserer Adoptanten 2020

Februar 2020 

Meine Erfahrung mit Hundeherzen Russland

Anfang diesen Jahres habe ich zufällig auf Facebook die Seite von das Tierheim" Der Glückliche in Wladikawkas Hundeherz Russland" gesehen und wurde neugierig. Ich habe schon viele Tierschutzvereine gesehen Rumänien, Polen, Griechenland, Spanien usw. aber Russland war mir neu. Also habe ich die Seite intensiver betrachtet und erfahren, dass es einen Mann im tiefsten Russland gibt der Straßenhunde rettet "Aleksey ". Es hat mich sehr beeindruckt und ich habe mir die Tiere die er gerettet hat näher angesehen, dann habe ich unter den ganzen süßen und niedlichen Seelchen meinen Bantik gesehen entdeckt. Seine Augen haben mein Herz getroffen und ich wollte ihm ein Zuhause geben. Ich habe dann eine Anfrage für Bantik per E-Mail gestellt, bei dem Tierschutzverein der hier in Deutschland die Vermittlung der Tiere von Aleksey übernimmt. Der Anfragebogen wurde per E-Mail ausgefüllt und ein paar Tage später hat mich dann eine der netten und freundlichen Mitarbeiterinnen der Organisation angerufen. Bei mir war es Annika, mit ihr habe ich dann einen Termin für eine Vorkontrolle bei uns zu Hause gemacht. Zwei nette Damen vom Verein haben uns besucht und man konnte noch mal ein paar Fragen bezügliches des Weiteren Ablaufes stellen. 
So, dann war es amtlich wir konnten Bantik adoptieren. Bis es dann soweit war dauerte es noch ein bisschen, denn so ein Transport aus Russland muss gut organisiert sein. Wir, die anderen Adoptanten und ich, wurden in eine WhatsApp Gruppe eingeladen den "Waiting room". Dort konnte man sich mit den anderen austauschen, was sehr schön war. 
Dann war es endlich soweit und unser Bantik und 15 andere Hunde machten sich auf den weiten Weg nach Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Wir die Adoptanten wurden in die "Endlich Heim" Gruppe geleitet und wurden über alles was während der Fahrt von Wladikawkas über Moskau zur polnischen Grenze informiert, in Worten und Bildern von unseren Fellnasen, das war toll, so wusste man immer das es ihnen gut geht. Es gab mehrere Haltepunkte wo sich die Adoptanten getroffen haben, einige hatten eine lange Fahrt andere war nicht so lange unterwegs. An den Haltepunkten wurde immer fleißig gefilmt, wenn die Fellnasen zu ihrem neuen Frauchen & Herrchen kamen, so dass wir anderen alles live miterlebt haben und uns mitfreuen konnten. Nach langem warten ist der Transporter mit den Hunden dann an unserem Haltepunkt angekommen. Es waren auch zwei Leute von dem Tierschutzverein dabei, man kannte sich, ohne sich persönlich zu kennen. Wir wartenden, waren total aufgeregt und unsere Fellnasen natürlich auch. Dann um vier Uhr morgens hielt ich unsere Fellnase Bantik endlich im Arm und es war ein berauschendes Glücksgefühl️. Die kleinen Russen waren "Endlich zu Hause" angekommen. 
Das alles war Anfang März diesen Jahres und wir haben alle kleine Traumhunde bekommen. Unsere WhatsApp Gruppe besteht immer noch und fast jeden Tag wird fleißig gepostet über Fortschritte oder lustige Sachen mit unseren russischen Fellnasen. Auch Aleksey ist so immer informiert wie es seinen kleinen Schützlingen geht und das ist einfach schön.

Also ich kann es nur empfehlen sich einmal die Fellnasen von "der Glückliche in Wladikawkas" anzuschauen und einem kleinen Russen vielleicht ein neues zu Hause zu schenken. 

Ein toller Verein ️️

Januar 2020

Nach 14 wundervollen gemeinsamen Jahren mußte ich meinen treuen alten Gefährten am 28.05.19 über die Regenbrücke gehen lassen. Er war mein erster eigener Hund und ich dachte ich würde mein Herz nie wieder einem neuen Gefährten öffnen können, zu groß war der Schmerz über seinen Verlust. Ich wußte aber immer, wenn es gelingt, dann hat er seine Pfötchen im Spiel.

Am 03.12.2019 entdeckte ich MILA auf FB Das Tierheim „Der Glückliche“ in Wladikawkas & Hundeherz Russland e.V. und war sofort schockverliebt und wußte sie oder keine. Ich schrieb ohne zu zögern das Team an und erhielt prompt von einer Dame Antwort auf meine Fragen zu der kleinen Maus. Und da von mir ernsthaftes Interesse bekundet wurde schrieb mich noch am selben Tag ein Herr vom Vermittlungsteam an. Beide Kontaktpartner waren super nett und kompetent. Am 8.12. rief mich der Herr vom Vermittlungsteam, zwecks eines ersten Kennenlernens via Telefon an und 

er beantwortete geduldig alle meine Fragen und erklärte mir wie alles weitere ablaufen würde, was ich noch vorzubereiten hätte, damit dann das komplette Vermittlerteam 

darüber entscheiden konnte, ob ich denn auch die geeignete Adoptantin wäre. Am 13.12.2019 erhielt ich dann die Bestätigung, dass sich das Team für mich entschieden hat und ich Mila bekommen würde. Ich war unendlich glücklich!

 

Am 24.01.2020 fuhr der Transport von Wladikawkas los und 4000 km lagen vor den Hunden, die schon so sehnlichst erwartet wurden. Es wurden Zwischenstops gemacht, die Fahrer waren einfach nur große Klasse und haben alle Hundis bestens versorgt und uns mit Fotos auf dem Laufenden gehalten.

Und dann endlich am 28.01.2020 auf die Nacht zum 29.01.2020 gegen 3 Uhr morgens war es dann endlich soweit. Ich konnte meine Mila in die Arme schließen. Seit diesem Moment sind wir unzertrennlich, da ich das große Glück habe sie mit ins Büro nehmen zu können. Sie ist mein Glück – mein Herz und die beste vierbeinige Abenteuerpartnerin, die man sich nur wünschen kann.

 

Und auch gerade deshalb möchte ich mich an dieser Stelle auch nochmal beim gesamten Team von Hundeherz Russland bedanken, für Eure liebenswerte und seriöse Art und Umgang mit den Adoptanten und auch den Vierbeinern. Mein besonderer Dank aber gilt Aleksey der vor Ort im fernen Russland so unglaubliches leistet, er hat meinen größten Respekt! Mein ganz besonderer Dank gilt Mama von Aleksey, die Mila an einer Bushaltestelle um Essen bettelnd gefunden und mit zu sich nach Hause genommen hat. Bis zum Transport durfte Mila Aleksey und seiner Mama zuhause bleiben und ich merke jeden Tag, dass beide ihr viel Liebe gegeben haben und sie dort den ersten ehrlichen Umgang mit Menschen kennenlernen durfte. 
Ich danke Euch allen von ganzem Herzen!

Wenn sich jemand ehrlich für einen Hund aus dem Auslandstierschutz interessiert, ist er hier an der besten Adresse und hervorragend aufgehoben und betreut vom Erstkontakt bis zum in-die-Arme-schließen und auch darüber hinaus. 

Januar 2020

Einen eigenen Hund zu haben, war schon immer ein Traum für mich und meinen Freund. So kam es, dass ich anfing, mich mit dem ausländischen Tierschutz auseinanderzusetzen.

Wir hatten uns zunächst bei einer anderen Organisation einen Hund aus Rumänien ausgesucht, der auch schon bald zu uns reisen sollte. Wir waren überglücklich, bis wir immer skeptischer gegenüber der anderen Tierschutzorganisation wurden. Dadurch, dass wir viel über Welpenhandel und Betrüger gelesen hatten, die die Situation armer Straßenhunde einfach ausnutzen, haben wir auf unser Bauchgefühl gehört und uns gegen die Organisation entschieden. 

Weil die Enttäuschung so groß war, hatten wir uns eigentlich mit dem Gedanken abgefunden, dass keine passende Fellnase für uns dabei ist. Durch Zufall bin ich auf Hundeherz Russland gestoßen. Ich schaute ohne große Hoffnung die Hunde des Tierschutzvereins an - Bis ich Ilvy entdeckte. Ich sah die Fotos und wusste, dass das unser Hund sein würde. Es war, wie man so schön sagt, Liebe auf den ersten Blick. Als ich mich dann mit dem Verein ein wenig auseinandergesetzt habe, merkte ich schnell, wie transparent die Arbeit des Vereins ist und wie viele positive Erfahrungen Menschen schon mit dem Verein gemacht haben. 

Dann ging alles relativ schnell. Wir füllten den Bewerbungsbogen aus und bekamen Besuch von der lieben Anika. Anschließend bekamen wir die Nachricht, dass die kleine Maus im Februar zu uns reisen darf. Dann kam es noch besser für uns und Ilvy. Sie wurde vorgezogen und durfte schon Ende Januar im Transport mitfahren. Während des kompletten Transports wurden wir super auf dem Laufenden gehalten. Wir bekamen Informationen, Bilder und Videos und wurden bestens auf unsere neue Fellnase vorbereitet. 

Die Fahrer des Transporters gehen sehr liebevoll mit den Tieren um und auch die Übergabe lief reibungslos. Ilvy war von der ersten Sekunde an ein Traumhund. Wir sind unendlich dankbar, dass wir den perfekten Hund für uns gefunden haben. 

Also DANKE. Danke Aleksey, danke Marina und danke an das ganze Hundeherz Russland Team. Ich bin sehr glücklich jetzt ein Teil von euch sein zu können. 

Hundeherz Russland und das Tierheim der Glückliche in Wladikawkas leisten unglaubliche Arbeit, sind sehr zu empfehlen und man kann sich sicher sein, dass das Glück der Fellnasen an erster Stelle steht. 

Januar 2020

Josephine – kleiner Hund, mitten ins Herz

Liebst Du kleine Pandas? So lautete der Titel über Josephines Anzeige auf Facebook auf der „Tierheim der Glückliche“-Seite und prompt hatte eine Vereinskameradin (ich schreibe selbst Texte für den Verein; Josephines Anzeige hatte ich aber nicht verfasst) meinen Namen darunter markiert. Und ja – ich war schockverliebt. Und meine Kinder waren es ebenfalls auf Anhieb. Noch schnell den Papa um Erlaubnis gefragt und dann haben wir uns offiziell darum bemüht, Josephines neue Familie sein zu dürfen und ja es hat geklappt und die guten Neuigkeiten machten uns überglücklich.

Das war im November 2019. Ein paar Tage später kam schon der nächste Transport mit vielen tollen Hunden nach Deutschland; für Josephine wäre das aber viel zu kurzfristig gewesen. So hieß es warten und auch an Weihnachten und Silvester sollten keine Hunde ausreisen zu ihren neuen Familien, was man ja eigentlich auch verstehen kann. Im Januar dann sollte es endlich soweit sein: 16 Hunde durften ausreisen und Josephine – unser kleines Pandamäuschen – war einer davon. Noch nicht ganz ein halbes Jahr alt war Josephine zu diesem Zeitpunkt und durfte die ganze Zeit über bei Marina zu Hause in deren Wohnung wohnen. Ein großes Glück für unsere Josi, die so eigentlich keine Tierheimerfahrung mitbrachte, sondern behaglich bei Marina kuscheln konnte. 

Aber auch Josephine hat ihre Geschichte: sie war ein Findelkind von der Straße – das war alles was man wusste. Ob eine Mama ursprünglich mit ausgesetzt wurde oder ggf. Geschwisterchen ist unbekannt; nur Josephine stand einsam und verlassen an der Schnellstraße – da war sie erst wenige Wochen alt. Die kleine Maus mit dem lustigen weißen Wuschelfell und den schwarzen Kringeln um die Augen war aber bestens gelaunt auf den Videos und Bildern, die uns die liebe Marina immer wieder zukommen ließ zur Freude von uns allen hier. Dann nochmal ein Rückschlag: im Tierheim husteten einige Hunde und der Verdacht auf Staupe stand im Raum – so kann natürlich kein Transport stattfinden. Aber zum Glück war alles „nur“ ein reines Husten und der Transport konnte verspätet starten, auch wenn einige Hunde noch nicht mitreisen durften. Für uns alle die mittlerweile im „Waiting Room“ versammelt waren, waren die letzten Tage vor der Ausreise der Tiere besonders spannend und nervenzerreißend. Und dann kam auch noch der Wintereinbruch und die eh schon verschobene Fahrt stand wieder auf der Kippe. Gottseidank konnten Aleksey und Marina mit vielen Telefonaten noch einen neuen Transporter plus Fahrer finden, der die Hunde auf den Weg nach Moskau bringen sollte – der erste Fahrer hatte nämlich abgesagt, da er keine entsprechenden Reifen am Fahrzeug hatte. Mit einigen Stunden Verspätung fuhren unsere Hunde dann endgültig los und wir bekamen wieder Bilder in unseren „Fellnasen Januar 2020“ Chat eingestellt, in den wir mittlerweile gewechselt hatten. Auch hier waren die Bilder die nun kamen per WhatsApp für uns ein Grund zur Freude (die Hunde machten sich ja endlich auf den Weg), aber auch ein wenig traurig. Allen Hunden stand die Angst in den Augen, auch wenn sie liebevoll von Aleksey und Marina (die Josephine bis zum Schluss auf dem Arm hatte) verabschiedet wurden. Gerade unsere Josephine heulte in den höchsten Tönen und die ganze Nacht über verfolgte mich das Winseln im Traum – die kleine Maus tat mir von Herzen leid. Dann immer wieder Nachricht: wir sind da und da und dann nochmal schöne Bilder aus Moskau, wo die Hunde einen kleinen Zwischenstopp einlegen durften und Pipi-Pause, Essenspause und liebevolles Streicheln erhielten. Das Video in dem eine junge Frau unsere Josephine ausführte war für mich in diesem Moment Freude pur und die Kleine sah wieder viel entspannter aus, als auf dem ersten Filmchen. Dann ging es weiter mit der Reise und plötzlich kam die Info (obwohl 3 Hunde auch tierärztlich an der Grenze routinegemäß untersucht wurden), dass unsere Hunde alle etwa einen guten halben Tag früher ankommen. Für uns bedeutete das: Mittwochfrüh ca. 6 Uhr. 

Meine Tochter, die an diesem Tag später Schule hatte, und ich machten uns gemeinsam auf den Weg, das neue Familienmitglied abzuholen. Ein großes Glück war, dass unsere Haltestelle hier in Bayern nur einen Katzensprung von uns entfernt lag, da nur zwei Hunde den Weg bis in den Süden von Deutschland angetreten waren. Hier fanden wir uns mit den zweiten 
Adoptanten also frühmorgens ein und bis man sich begrüßte, war der 

Hundetransporter schon da. An Bord nur noch Josephine und Gerda (die jetzt Malina heißt). Die kleine Josephine sah winzig aus in der Transportbox und die beiden sehr netten Fahrer überreichten uns die Papiere und Aleksey (ja er heißt genauso wie der Leiter des Tierheimes in Wladikawkas) sagte nur: „Oh Sie sind die neue Mama von Josephine – die hat es aber in sich; Josephine ist Chef.“ Was das heißt, kann ich nur vermuten, denn unsere Josephine war wohl auf dem Transport besonders ungeduldig und sehr weinerlich.
Die liebe Martina – unsere Vermittlerin von Josephine – ging in den Transportraum (ein toll ausgestattetes, sehr modernes Fahrzeug) und legte Josi das geforderte Sicherheitsgeschirr (Größe XS war immer noch sehr locker sitzend) plus das Halsband an. Dann drückte sie mir die kleine Maus in die Arme und meine Tochter und ich waren sofort schockverliebt. Da es sehr stürmisch war an diesem Tag, setzten wir Josephine gleich ins Auto in den neuen Hundesitz und fuhren nur wenige Meter mit ihr zu uns nach Hause. Hier warteten schon mein Mann und meine große Tochter sowie unser 10jähriger Sohn auf den Familienzuwachs. Josephine wurde von mir ins Haus getragen und in der Diele abgesetzt und sofort watschelte die kleine Maus in Richtung Futternapf (wir haben schon eine 6jährige Shihtzu-Yorkie Mischung namens Mila zu Hause) und ließ sich von allen Seiten streicheln. Noch am gleichen Vormittag begleitete ich meine Tochter mit beiden Hunden zur Schule und unsere Josephine sprang dabei wie ein kleines Zicklein durch den Schnee (natürlich fest angeleint). Zu goldig! Josephine war natürlich zu Beginn nicht stubenrein. Da sie aber Mila auf Schritt und Tritt folgte, bekam sie schon bald mit, dass man im Garten auch mal Pipi machen darf und das dies auch besser ist, als im Haus. Das große Geschäft kommt dann bitte bei der Gassirunde – wird fein eingetütet und geht dann in die Sammelbox; das Frauchen freut sich dann immer total mit!

 Josephine lernt super schnell und ist eine absolute Schmusehündin – kennt aber kaum ihre Grenzen; sie ist Mittelpunkt und darf das (meistens) auch sein. Sie war mit mir schon beim Friseur „Bello Dog“ und hat ihre große Schwester zum Termin begleiten dürfen. Dort bekam sie eine kleine Fußpflege und einen Mini-Haarschnitt rund um die Augen. Marina hatte sie nämlich in Russland noch richtig chic gemacht für die Reise und ihr das lange Haar geschnitten. Josephine ist laut Hundefriseurin Meinung ein Mix aus (Toy)-Pudel und Malteser und eine echte Augenweide. Josi ist sehr munter und lässt gerne Besuch im Haus zu. Und der ist bei uns immer reichlich vorhanden. Anfangs wird zwar munter gebellt – aber dann ist sie ganz entspannt und lässt sich zu gerne streicheln und kraulen. Meine Eltern – die gleich nebenan wohnen – sind ebenfalls schon bestens mit Josephine vertraut. Unsere Perserkatze Lucy ist eigentlich auch kein Problem für Josi, die Katzen auch bei Marina schon kannte. Allerdings ist sie unserer alten Katzenlady manchmal zu stürmisch und muss auch mal eine kleine Katzen-Ohrfeige abkönnen. Unsere Zweit-Katze Tinka hingegen wohnt derzeit noch im Kinderzimmer meiner Tochter. Sie ist von Josi am allerwenigsten begeistert. Aber wir üben munter weiter mit Katzenleckerlies & Co. – die dann wiederum von Josi geklaut werden. Josephine kann auch schon alleine bleiben und das muss sie manchmal. Dennoch ist es ein großer Vorteil, dass ich im Home-Office arbeite. 

Beim Tierarzt waren wir auch schon mit unserer kleinen Hündin. Hier wurde der Impfpass auf die Internationale Variante umgeschrieben, damit Josephine mit uns auch ohne Probleme verreisen kann. Bei der Routine Kontrolle wurden wir auf einen unregelmäßigen Herzschlag hingewiesen, den ich demnächst noch einmal kontrollieren lassen werde. Jedoch ist Josephine keineswegs müde oder oft ausgepowert, sondern eher das Gegenteil ist der Fall bei unserem kleinen Wirbelwind. Ich hoffe sehr, dass wir hier keine negativen Untersuchungsergebnisse bekommen werden, denn wir lieben Josi schon jetzt ALLE heiß und innig und würden sie um nichts auf der Welt wieder hergeben wollen. Josephine hat sich direkt von Tag 1 an in unser Herz geschummelt und da sind wir sehr glücklich darüber – ein toller, liebevoller und unkomplizierter Hund. An Marina und Aleksey und dessen Mutter die liebsten Grüße – ihr seid ganz große Klasse und viele Hunde in Wladikawkas verdanken euch ihr Leben und bekommen hoffentlich noch ganz oft die Chance auf ein neues Leben mit lieben Adoptanten und eure tierische, herzliche Liebe zu spüren.

Januar 2020

Nach längerer Überlegung hatte ich mich entschieden mir einen treuen Fellbegleiter anzuschaffen der mich auch auf meinen wohnmobilreisen begleitet. Ich hatte ziemlich genaue Vorstellungen von Größe, Gewicht und Sportlichkeit des Hundes.

Alle umliegenden Tierheime hatte ich bereits abgeklappert. Wenn ein Tier vorhanden war, für das ich mich interessierte, war es entweder schon vergeben oder ich hatte keine Chance weil ich keinen Garten habe. Ich lebe in einem ländlichen Vorort, umgeben von Feld, Wald und Wiese. Direkt aus meiner Wohnungstür heraus ist alles fussläufig zu erreichen. Ich konnte das nicht nachvollziehen und war verärgert. Meine Freundin machte sich im Internet auf die Suche nach einem Begleiter für mich und fand eine passende Hündin bei Hundeherz Russland e.V.. Ich beschloss noch einen versuch zu starten und telefonierte mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter. Ich erklärte ihm sofort dass ich nur in einer kleinen Eigentumswohnung wohne und ein großes Wohnmobil besitze mit dem ich viel unterwegs sein werde, natürlich mit meiner zukünftigen Fellbegleiterin. Für Herr Waldmann stellte das kein Problem dar und er übersandte mir sofort einige Papiere zum ausfüllen. Es gab auch telefonische Kontakte. Ich konnte mir Heidi (damals Xüscha) auf Bilder und Video im Internet anschauen und wusste gleich das ist sie! 

Ich wurde sehr gut begleitet bis Heidi da war, alle Fragen wurden beantwortet, es gab Hilfestellung bis hin zum Panikgeschirr was ich besorgen sollte. Sogar mein Extrawunsch auf noch eine tierärztliche Untersuchung erfolgte vor dem Transport und dann war sie da. Drei Wochen lang hatte ich eine sehr verängstigte Hündin zuhause die noch nicht mal zum erledigen ihres Geschäftes nach draußen wollte. Ich habe sie einfach mehrmals am Tag auf eine Wiese getragen. In der vierten Woche ist sie aufgetaut und ich konnte nach und nach Spaziergänge mit ihr unternehmen. Zuhause fühlte sie sich inzwischen als Chef und verbellte alles und jeden der ins Haus oder sogar in meine Wohnung kam, es wurde anstrengend. Ich hatte mir eine Trainerstunde geleistet und habe wichtige Informationen bekommen. Nun galt es diese umzusetzen.. ich sollte für Heidi Bereiche sperren, das hab ich auch gemacht und bin prompt selbst über die Sperre geflogen. Sehr schmerzhaft, Rippe gebrochen, Lippe aufgeplatzt usw. in dieser Situation bat mir Herr Waldmann sofort Hilfe für Heidi an. Ich war sehr dankbar auch mal einen Austausch zu haben, dass ich nicht alleine bin mit der Herausforderung eines Hundes aus dem Tierschutz. 

Inzwischen sind sechs Wochen vergangen und Heidi und ich sind zum Team zusammen gewachsen. Ich bin rückblickend sehr überrascht wie schnell das doch ging. Sie läuft inzwischen ohne Leine und ich kann sie aus allen Situationen abrufen. Ich bin mächtig stolz auf sie. Natürlich ist es ein Terriermix und manchmal müssen wir klären wer sturer ist.. ich gewinne nicht immer. Aber das wusste ich schon vorher dass ein Terrier anspruchsvoll ist .

Es braucht einfach Geduld und Zeit . Das Tier muss in Ruhe ankommen dürfen. Bis heute fährt Heidi noch nicht freiwillig im Auto mit (und das mir mit Wohnmobil) aber immerhin kommt sie inzwischen herein, es gibt immer einen leckeren Knochen, und ich denke bald ist es soweit und wir können starten.

Ich kann nur insgesamt sagen, dass ich von der Organisation sehr gut begleitet wurde und sehr dankbar bin, dass durch die ehrenamtliche Arbeit fremder Menschen mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

Alle Berichte wurde von unseren Adoptanten geschrieben 
und uns zur Verfügung gestellt.