Erfahrungsberichte unserer Adoptanten 2019

November 2019

Hallo ihr lieben!
Heute wollen wir euch mal berichten wie wir zu unserem Goldstück Sachar gekommen sind. Wir sind ein junges Paar und wohnen im schönen Dresden direkt an der Elbe. Nachdem wir uns entschieden haben wieder einen Hund haben zu wollen , studierten wir gaaanz viele Seiten im Internet. Es gibt wirklich sehr viele Hunde (und auch Katzen) in Not die es verdienen ein schönes zu Hause zu bekommen. Wir guckten also 1 ganzes Jahr im Internet bis ich auf die Seite www. Tiervermittlung.de gestoßen bin. Dort viel mit das die Anzeige vom Sachar auf. Ich guckte also etwas genauer hin und dachte mir dann nachdem ich alles über ihn gelesen hatte, "gehste doch mal auf die Seite von Hundeherz Russland". In Russland saß nämlich Sachar. In einem Tierheim in Wladikawkas. Seine Geschichte berührte mich zu tiefst. Erst dachte ich mir, oh Gott Russland. Das dauert doch ewig bis der „kleine Kerl“hier ist. Egal, ich bewerbe mich einfach. Gesagt getan. Ich hatte mir dann bei Facebook die Seite zu dem Tierheim rausgesucht. Es war ja alles gut auf deren Internet Seite beschrieben. Als ich Sachar dann dort gefunden hatte schrieb ich einen Kommentar unter sein Bild das ich mich auf der Vermittlungsseite für ihn beworben hatte. Es kam ein erster Kommentar zurück wo mir viel Glück gewünscht wurde. 
Ich war sehr sehr aufgeregt und guckte ständig in meinen Mails ob ich vielleicht schon Antwort bekommen hatte. Es dauert garnicht lange und am 22.11.2019 bekam eine Antwort das es eine Bewerbung für Sachar gebe und ob ich nicht einen anderen Hund wolle. Mist dachte ich mir, Nein ich will IHN. Am 24.11.2019 schrieb mir Teresa das sich in kürze ein Mitarbeiter bei mir melden würde um Kontakt aufzunehmen. War ich etwa wieder im Rennen? Am 25.112019 schrieb mir André per Mail das ich einen Fragebogen ausfüllen soll und ihm zurück schicken soll. Ich war völlig überwältigt. Ich setze mich gleich hin und füllte alles aus. Ich habe mehr geschrieben wie ich eigentlich sollte. Aber ich hatte eben so viel zu erzählen und wollte einfach überzeugen das WIR die richtigen sind für Sachar. Als ich dann alles abgeschickt hatte, kam am selben Abend von André eine Mail zurück und er fragte ob ich nicht mal Lust hätte zum telefonieren. Natürlich hatte ich das. Am besten gleich. Also telefonierten wir einen Tag später. Es war ein sehr gutes Gespräch mit André. Er erzählte mir nochmal alles über den Verein und wie so eine Vermittlung konkret abläuft( WhatsApp Gruppen, Übergabe, den Transport etc). Ich konnte meine ganzen Fragen stellen die ich hatte. André bat mich noch Fotos von unsere Wohnung zu machen das sie sehen (falls ich für Sachar in frage komme) wie Sachar dann lebt und wo er überhaupt hin kommen würde. Ich machte Videos und Fotos von der Wohnung und auch von der Umgebung. Alles zusammen hab ich André geschickt. Jetzt war warten angesagt. Wir waren innerlich sehr angespannt. Am 28.11.2019 um 18:46 kam eine die Frage von André ob wir telefonieren können. Oh Gott dachte ich, ist das jetzt gut oder schlecht?! Mir war sehr flau im Magen. Ich setze mich in die Küche und rief André an. Mit doch etwas zitternder Stimme quatschten wir. Und was soll ich euch sagen, als André mir sagte das WIR Sachar bekommen, fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich jubelte so laut und rannte ins Wohnzimmer das mein Freund genau wusste was jetzt los ist. Ich kriegte mich vor Freude nicht mehr ein. Ich hab mich glaub tausende Male bei André bedankt. Das erste war geschafft. Jetzt hieß es alle Besorgungen treffen was man so braucht (Spielzeug, Futter, Näpfe, Hundebetten, Bürste, Leine, Halsband, Steuer anmelden, Versicherung) einfach alles. Wir erzählten es allen in unserem Freundes und Familienkreis und zeigten immer ganz stolz die Bilder von Sachar. Was haben alle gewundert wie schön, hübsch und einfach goldig er sei. Ja das ist er! Ich fühlte mich zu jeder Zeit sehr gut betreut von André und später dann über die WhatsApp Gruppe. Die ging nämlich los. Der Waiting Room wurde erstellt. Am 28.11.2019 wurde ich eingeladen, dort  sind alle drin gewesen die eine Fellnase aus Russland bekommen haben. Alle waren mega aufgeregt. Wann wechselt denn endlich der Chat.....

Es war eine tolle Gruppe! Es wurde nochmal genau gesagt was mitzubringen ist bei Übergabe und wir konnten die doofsten Fragen stellen. Svetlana, Julie und Co waren immer für uns präsent. Ganz egal um welche Uhrzeit, es war immer ein offenes Ohr für uns da. Wir haben tolle Tipps bekommen wir wir die ersten Tage mit den Fellnasen Gassi gehen sollten oder das es sein kann wenn Durchfall bei den Fellnasen Auftritt, wurden und Rezepte geschickt. Es wurden nochmal die Größen für jeden einzelnen Hund für die Geschirre geschickt! Es sollte ja alles perfekt sein. Einfach eine komplette Rundum Betreuung! Dann kam Tag X. Am 22.1.202 wechselte der Chat. Wir nannten uns nun „Fellnasen Januar 2020“. 

Die Aufregung wurde immer größer! Die Fellnasen sollten am 28/29.1.2020 endlich bei uns sein. Wir wurden ständig über den Transport informiert. Wo er sich grad befindet und vor allem wie es den Fellnasen auf der langen Reise ergeht. Wir haben Fotos oder Videos bekommen. Sogar Anrufe haben wir bekommen. So wussten wir immer den Fellnasen gehts es gut. Und ich glaub wir waren dann alle beruhigter. Es wurden mehrer Haltestellen angeboten wo wir dann stehen und unsere Fellnasen in Empfang nehmen durften. Es war bei jeder Haltestelle jemand von Tierschutz dabei. Wir hatten das große Glück das wir die erste Haltestelle waren die IHRE Fellnase unseren Sachar in Empfang nehmen konnte. Und dann endlich bog der Transporter um die Ecke. Uns zitterten die Beine. Wie reagiert Sachar auf uns. Kommt er überhaupt mit uns mit?! Fragen über Fragen die in meinem Kopf umher schwirrten. Der Fahrer war super lieb. Mein Freund ist dann mit ihm in den Transporter und Sachar hat sein Geschirr und Leine an bekommen. Als er dann aus dem Auto stieg und mir entgegen kam wie ein kleines Häufchen Hund. Diese stressige Fahrt, neue Leute, keine anderen Hunde jetzt. Allein in einer neuen Welt. Er lief mir entgegen und ließ sich auch gleich streicheln. Ein Sau tolles Gefühl kann ich euch sagen. Er war so weich und schleckte mir dann auch schon das Gesicht ab. Die erste Hürde war gebrochen. Wir haben ihn dann auf die Rückbank gesetzt und mein Freund sich zu ihm. Die ganze Fahrt hat er sich ganz fest an ihn gedrückt und er genoss die Streicheleinheiten. Da war ich schon ein bisschen Neidisch. Ich wollte ihn auch knuddeln, aber das ging leider erst zu Hause. Wir telefonierten während der Fahrt noch mit Julie das alles perfekt ist bei uns auf der Fahrt. Sachar war endlich angekommen bei seiner Familie!
 
Wir lieben ihn total! Er ist ein ganz toller und und er ist genau so wie er von Hundeherz Russland beschrieben wurde. Wir sind sehr glücklich mit ihm und er auch mit uns. Jetzt ist er fast 3 Monate bei uns. Er lernt super schnell und auch mit unsere Katze versteht er sich sehr gut! Um nix in der Welt würden wir ihn wieder hergeben. Ich kann jedem Hundeherz Russland nur an Herz legen die sich einen Hund oder eine Katze holen wollen. Es ist ein spitzen Verein! Danke für ALLES!!

LG Ina, Lars und Sachar der jetzt Gonzo heißt ! ️️️️️

Im November 2019 haben wir unsere Hündin Cheba von Hundeherz Russland adoptiert. Da wir bereits Katzen von verschiedenen Vereinen aus dem Auslandstierschutz haben, waren wir mit dem grundsätzlichen Ablauf einer solchen Adoptionen vertraut. In diesem Fall wurden wir aber überrascht - im positiven Sinne. Von Anfang bis Ende haben wir uns bestens betreut gefühlt. Es wurde genau besprochen, ob Cheba auch tatsächlich zu unserer Familie und Lebenssituation passen würde. Man kann nicht immer genau vorhersagen, wie sich ein Tier in seiner neuen Umgebung verhalten wird; Im Falle von Cheba hat die Beschreibung ihres Charakters und Verhaltens aber sehr genau übereingestimmt, was für uns ein Zeichen ist, dass sich trotz der vielen Tiere und knappen Zeit sehr genau mit den einzelnen Hunden befasst wird. 


Unsere Fragen wurden immer schnell und umfassend beantwortet. Selbst Wochen nach der Adoption besteht der Kontakt weiterhin und es wird reger Anteil am neuen Leben der Schützlinge genommen - selbst von Alexey in Russland, der sicher noch viele andere Dinge um die Ohren hat. Man merkt einfach jederzeit, wieviel Leidenschaft, Herzblut und Tierliebe in der Arbeit des Vereins steckt, gekrönt mit einer hervorragenden Organisation. Hut ab und vielen vielen Dank für diesen wundervollen Hund! Familie O. 

Dezember 2019 

Es fing damit an, dass ich auf unserer Hundewiese einige Hundehalter kenne und auch deren Hunde von Aleksey. Ich war erstaunt, was für tolle, sozialisierte und liebe Hunde es sind. Mir wurde sofort der Kontakt mit Swetlana hergestellt. Ich erhielt tolle Fotos und Videos von Hunden, die in der Vermittlung standen und habe mich dann für den charmanten Rüden Marthy entschieden, der sich in mein Herz eingeschlichen hatte. Das war im Sommer. Die Bewerbung und Vorkontrolle wurde von Tony Ohle durchgeführt und erfolge sehr schnell, was sehr entspannt war. Am schlimmsten war dann die Wartezeit und Geduld, die ich aufbringen musste. Inzwischen gab es dann Probleme im Tierheim, viele Hunde erkrankten, Aleksey und Marina machten sich viele Sorgen und pflegten die Hunde. Es hieß, es dürften erst Hunde ausreisen, bis keiner mehr krank war. Warten WAR nicht unsere Stärke in unserer Ausreisegruppe. Das gesamte Team in Deutschland hat uns in dieser langen Wartezeit sehr geduldig unterstützt. Im Oktober war es dann endlich soweit, unsere Fellnasen dürften endlich ausreisen. Zwei Tage vor der Ausreise hat Marthy mit zwei anderen Hunden das Weite gesucht, um Wladikawkas unsicher zu machen…


Für mich war das eine emotionale Katastrophe, da ich mich schon sehr verbunden mit Marthy fühlte. Aleksey ließ nichts unversucht um Marthy zu finden, Anzeigen wurden geschaltet und Belohnungen ausgehängt. Man sagte mir, dass es manchmal Monate bis zu einem Jahr dauern kann. Aleksey war aus Erfahrung sehr zuversichtlich, meinen Marthy zu finden. Danke Aleksey,dass Du jeden Hund suchen würdest.


Nach einer gewissen Zeit während des Wartens, hatte ich mich entschieden, Marthy dann zu adoptieren, wenn er nach langer Zeit wieder auftaucht. Online ist mir dann ein liebes, schüchternes und bildhübsches Mädchen Anfiska aufgefallen. Auch diese Hündin würde sehr gut zu meiner Hündin Ella passen. Dann ging es sehr schnell, innerhalb von 14 Tagen war sie da, ein Geschenk der Liebe. Wenn Marthy wieder auftaucht, ist er dann der große Bruder für meine beiden Mädels. Anfiska hat sich sehr schnell eingelebt und bereichert tagtäglich unser Leben mit ihrer Ruhe, Liebenswürdigkeit und Souveränität. Von Anfang an war sie stubenrein, hat nichts kaputt gemacht, ging an der Leine, die sie noch gar nicht kennen konnte, war voller Vertrauen ...Danke Aleksey für diese Liebe der Hündin!


Eigentlich haben es alle Hunde sehr gut im Tierheim, nur sind es mittlerweile so viele geworden, dass ich das Glück habe, einen wundervollen Hund adoptieren zu dürfen. Auch Danke an das gesamte Team, wie Swetlana, Julie, Andre, Ilona, Tony und an noch viele andere, die daran beteiligt waren für die tolle Unterstützung während des Transportes. Wir waren immer super informiert, wo sich unsere Fellnasen befanden! Auch einen Dank an die Fahrer, sie machen einen klasse Job. Tony,der mich bei der Ankunft sehr unterstützt hatte.


Es lohnt sich, einen Hund von Aleksey und Marina zu adoptieren, dafür wird man reichlich an Liebe beschenkt ♥ Aleksey ist ein Engel,der alles für seine Hunde ermöglicht und auf vieles verzichtet, meine Hochachtung. Auch im Nachhinein steht uns das Team um Aleksey, Marina immer noch zur Verfügung und erfreut sich, dass es den Hunden gut geht ...wow.... Anfiska ist eine sehr Liebe, souveräne, gelehrige Hündin und sehr,sehr dankbar. Man spürt, dass sie ein warmes Zuhause genießt und das macht mich wiederum sehr glücklich. Ich würde mich immer wieder für einen Hund von Aleksey entscheiden ...Immer wieder. Danke an Aleksey und Marina

Dezember 2019

Mein Mann sagte gerade, Altaj komm aus dem weltbesten Tierheim, eigentlich wäre es das beste Zuhause gewesen, wenn nicht für Aleksey immer der Kampf ums Essen und versorgen der Wunden, und neue Arme Fellnasen aufnehmen, wäre. 

Altaj hat, wie wir nach drei Wochen in unserem Zuhause erleben, bei Aleksej nur Liebe erfahren. Unser Schatz ist besonnen, souverän, war sofort stubenrein, nimmt seinen Schlafplatz direkt an und lässt unseren alten Brösel seine Ruhe, auch er hat viel neues zu verdauen, die vielen Autos, neue Geräusche, aber er meistert alles mit bravour. 

Das was wir so wunderbar an ihm finden, er steht draußen und schaut sich die Welt sehr interessiert und in aller Ruhe an. 


Sei es die Gänse am Weiher, die Kinder auf dem Schulhof. Danke Aleksej, danke Marina ihr seid für uns die Engel der armen Seelchen. Nochmals danke, dass ist unser Dritter Hund aus dem Tierschutz, aber so viel Liebe, Aufmerksamkeit und Begleitung haben wir noch nie erlebt, danke Andre, Ilona, Swetlana, Julie und all die anderen Helfer der Fellnasen, dieses kann man nur erleben, wenn man einen Schatz bei Alexej adoptiert, wir werden es wieder tun, alles Liebe Juppa und Elke

November 2019

Mikki kam im November 2019 zu uns. Wieso es überhaupt dazu kam, dass ich über diese Anzeige gestolpert bin, kann ich nicht mehr so genau sagen. Ich habe irgendwann online auf den Quoka Seiten gestöbert, weil wir gerne einen Hund haben wollten. Für uns war von Anfang an klar, dass für uns nur ein Hund aus dem Tierschutz in Frage kommt. Dann sah ich dieses Bild mit einem schwarz/weiß gescheckten Hund und dieser Blick in die Kamera, mit schiefem Kopf und wachen Augen, das war es womöglich was mich nicht mehr losgelassen hat. Ich hab mir immer mal wieder in der Mittagspause die Bilder angesehen und die Anzeige durchgelesen und dachte, naja Hofheim ist ja nicht so weit, da könnten wir sie uns ja mal anschauen und uns beschnuppern. Nach dem ersten Telefonat mit Marco Waldmann stellte sich heraus, dass Mikki garnicht in Hofheim war, sondern noch in einem Tierheim in Russland, genauer gesagt in Wladikawkas. 

Dann kamen wieder die Fragen mit denen wir uns so rumgeschlagen haben, sollen wir das wirklich machen? Soll/darf man diese Strapazen tatsächlich einem Tier zumuten? Es sind immerhin fast 4000 km bei einer reinen Fahrtzeit von über 40 Stunden. Haben wir denn überhaupt das Recht dazu ihr das anzutun? Dann gab es natürlich auch die Aussagen und Bedenken unserer Mitmenschen, muss es denn ein Hund sein, den man vorher nie gesehen hat? Was ist, wenn sie garnicht zu euch passt? Wenn sie garnicht so ist, wie ihr jetzt annehmt? Oder wenn sie sich nicht mit eurer Tochter verträgt? Hinzu kam, dass ich ungefähr zur gleichen Zeit Spam Mails in kyrillischer Sprache in meinem eMail Postfach hatte, da hab selbst ich gedacht, sollen wir das wirklich machen? Ist das ein Zeichen, es sein zu lassen?

Letztlich haben wir es dann doch allein meinem Partner zu verdanken, dass Mikki nun hier neben mir schläft und leise schnarcht. Er war es, der im Netz recherchiert hat und uns die Internetseite und das Team von Hundeherz Russland gezeigt hat und wir somit auch von der aufopferungsvollen Arbeit von Aleksey und Marina in Wladikawkas gelesen haben. 

Dann ging alles ganz schnell. Wir hatten das Glück, dass Mikki den vielleicht letzten Platz im November Transport bekommen hat und an einem Dienstagabend kam dann die Info, dass die Hunde gestartet und auf dem Weg nach Moskau sind. Ich hab mir ihren Weg immer mal wieder bei Google angesehen und kann immer noch nicht so ganz realisieren, wie weit entfernt ihr Startpunkt war. Ich hab viel geweint in der Zeit, weil ich mich schlecht gefühlt habe, ihr das anzutun. Auch da war es wieder mein Partner, der mir sagte, das muss sie nur dieses eine Mal und dann nie wieder. So vergingen die Tage, wir gingen zur Arbeit und Mikki war noch immer unterwegs. Dank der eingeführten WhatsApp Gruppe wussten wir immer genau Bescheid, wo die Hunde sind und wie es ihnen geht. Alles lief gut, die Fahrer sind erfahren mit Hunden und sind ohne große Verzögerungen über die Grenzen gekommen. Es sah ganz so aus, als könnten wir schon spät am Freitagabend die Hunde übernehmen. Doch leider wollte dann das Veterinäramt einen Blick auf Papiere und Hunde werfen, was grundsätzlich nicht verkehrt ist, weil es sicher genug schwarze Schafe gibt, aber die Leidtragenden waren die Hunde. Aber auch dieser Check lief problemlos und so konnten wir die Hunde am Samstagvormittag in Hofheim übernehmen. 

Die Übergabe fand zuhause bei Linda & Marco im Garten statt. Und auch das war sehr ruhig und problemlos. Mikki war von Anfang an sehr freundlich und wedelt mit ihrem kleinen Schwänzchen. Sie war so hungrig nach Zuneigung und Aufmerksamkeit, dass sie sich jedem der in diesem Garten war, an die Beine drückte. Wir nahmen sie dann mit und fuhren heimwärts. 

Die ersten Tage war alles neu für sie und uns. Sie war nicht direkt ängstlich, sondern eher vorsichtig. Die erste Woche waren wir zuhause und haben nachts zusammen mit ihr im Wohnzimmer geschlafen. Sie mag noch keine Dunkelheit, da ist sie nicht vor die Tür zu bringen, abends geht sie dann nur in den Garten. Im Hellen läuft sie überall hin mit. Manche Dinge, wie laute Autos oder Fußgänger mit diesen Walking Stöcken, findet sie seltsam und da will sie auch nicht hin, sondern klemmt ihr Schwänzchen ein und will schnell weg. Aber das sind alles Dinge, die verschwindend  klein sind, wenn man sieht was für ein tolles Tier wir bekommen haben. Mikki war von Anfang an stubenrein, hat nichts kaputt gemacht und hat auch nichts Böses an sich. Sie hat eine tolle Seele und wir sind sehr glücklich, dass wir uns gefunden haben. Wir bzw ich war anfangs skeptisch, ob wir das tun sollen und/oder ob es das alles wert ist. Und ich kann aus voller Überzeugung sagen, JA, seid skeptisch und hinterfragt auch gerne alles, aber entscheidet euch dann doch für einen Hund aus der Obhut von Aleksey, ihr werdet es nie bereuen. 

Danke an Aleksey und das komplette Hundeherz Team, bitte werdet nie müde.

Alles Liebe, Eva, Dennis, Emma und unser Hundeherz Mikki 

Dezember 2019

Dank der großartigen Rettung aus dem städtischen Tierheims in Wladikawkas durch Aleksey und seiner liebevollen Obhut haben wir im November 2019 unseren allerliebsten Hund PACO bekommen. Durch die Organisation "Hundeherz Russland e.V." hat die Vermittlung in den besten Händen gelegen, Transport und Übergabe wurden professionell und mit großer Anteilnahme begleitet. Selbst die "Nachsorge" wird mit echtem Engagement von Herrn Waldmann und seiner Partnerin Linda verfolgt. 

Wir möchten noch einmal allen Beteiligten unser herzliches Dankeschön aussprechen und wünschen weiterhin viel Erfolg mit ihrer Arbeit! 

Heidrun, Simon und PACO

Oktober 2019

Sieben Tage ist Charlotte jetzt bei uns, und da ist es an der Zeit, ein "Update" zu schreiben. Was soll man sagen? Charlotte stellte sich schnell, nach anfänglichen kurzen ängstlichen Momenten, als eine sehr selbstbewusste junge Lady heraus! Die Prägephase auf den Straßen von St. Petersburg ist unverkennbar und wenn sie auch eine äußerst liebenswerte, positive junge Dame ist, weiß sie doch sehr genau, was sie will und was sie nicht will!

Auf jeden Fall will sie uns offenbar beibringen, was es heißt, in "freier Wildbahn" überleben zu müssen und was das mit einer kleinen Hundeseele macht...

Dass sie trotzdem eine so fröhliche, freundliche Seele geblieben ist, ist einfach wunderbar. Sie ist so dankbar, bringt Leben in unseren Alltag, und lässt es nie langweilig werden - in durchaus positiven Sinne! Auch unsere wesentlich ruhigere Labbi-Dame Farina hat sich schon ein wenig daran gewöhnt, dass sie jetzt desöfteren, mehr oder weniger aufdringlich!, zum Spielen und Toben aufgefordert wird. Charlotte ist im Menschenkontakt unterwegs völlig unproblematisch, sie ist immer offen, ehrlich und fröhlich - nur wenn andere Hunde dabei sind, gibt sie schnell zu verstehen, dass sie die Nr. 1 sein möchte. 

Wir sind so froh, dass sie jetzt bei uns ist! Sie hat uns längst als ihre neue Familie akzeptiert und unsere Herzen im Sturm erobert und wartet bei jedem gleichermaßen ungeduldig auf dessen Rückkehr, wenn mal einer von uns arbeiten muss oder einkaufen ist oder sonst im Haus beschäftigt ist. Sie liebt Kuschelstunden über alles und ist gelehrig und neugierig, Neues kennenzu lernen.

Da bleibt nur noch einmal zu betonen, wie dankbar wir dem ganzen Team von Hundeherz Russland sind, dass sie mit ihrem unermüdlichen Einsatz dies alles überhaupt möglich machen! Eine Empfehlung an jeden, der sich für Hunde aus dem Tierschutz und aus Russland interessiert!

Oktober 2019

Liebes Hundeherz-Russland-Team, 

Ich bin wirklich begeistert von eurer Arbeit! Ich habe meine kleine Lika von euch bekommen und bin wirklich glücklich darüber das alles wirklich gut funktioniert hat. Ihr wart immer da wenn ich fragen hatte, in jeder Situation hattet ihr die passenden Antworten. Man hat sich nie alleine gefühlt und tolle Tipps bekommen. Auch aufgrund der WhatsApp Gruppe mit anderen Adoptanten konnten wir uns gegenseitig Tipps geben. Als die Hunde schon unterwegs Richtung EU waren habt ihr uns immer auf dem laufenden gehalten und uns informiert. 

Ich hatte nicht eine Sekunde Zweifel an eurer Kompetenz und eurer Professionalität. Bei der Übergabe wart ihr voll und ganz mit Herz dabei. Auch danach kann man sich auf euch verlassen und ich weiß wenn es Probleme gibt seit ihr für mich da. Ich bin euch sehr dankbar und auch dafür dass ihr mir einen kleinen gesunden aufgeweckten Schatz geschenkt habt ❤ 

Liebe Grüße, Kira 

Oktober 2019

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeitern der Organisation "Hundeherz Russland" für die Hilfe bei der Adoption unserer Hunde. Von Anfang an hatten wir einen Ansprechpartner, der unsere Fragen jederzeit beantwortet hat. Aber auch andere Mitglieder der Organisation haben uns die ganze Zeit bis jetzt begleitet. Die Organisation selbst arbeitet mit einem Tierheim im Kaukasus zusammen, das mit Herz und allen Kräften arbeitet, um den Hunden ein schönes und liebevolles Zuhause zu finden. Wir konnten den ganzen Weg bis zur Übergabe verfolgen und die Übergabe selbst war auch sehr gut organisiert. 

Das gesamte Mitarbeiterteam ist sehr sympathisch und kompetent, und konnten sich sehr gut sowohl in unsere Situation als auch die der Hunde hineinversetzen. 
Jetzt sind wir mit unseren zwei Hunden zuhause, sind glücklich und fühlen uns sehr gut aufgehoben, da uns weiterhin jederzeit jemand zur Seite steht.

Wir bewundern alle Mitarbeiter für die Liebe, die sie den Hunden gegeben haben und das Verständnis, dass uns gegenüber gezeigt wurde und sind allen dafür sehr verbunden. 

Oktober 2019

Adoption von Minni

Nachdem unsere Hündin vor 6 Jahren vorstorben ist, haben wir dieses Jahr den Entschluss gefasst einen neuen Hund anzuschaffen. Es sollte ein junger Hund aus dem Tierschutz werden. Über Quoka sind wir auf einen kleinen, 4 Monate alten Hund aus dem Tierheim "der Glückliche" gestoßen. Das Bild von Minni hat mich nicht mehr losgelassen, ich wusste genau, dieser Hund soll es sein. Nach mehreren netten Telefonaten mit dem Vermittlerteam und einer Vorkontrolle haben wir die Zusage erhalten. 

Von nun an haben wir regelmäßig Bilder, Videos und Informationen über Minni erhalten, alle Fragen wurden uns schnell und ausführlich beantwortet. Insgesamt 6 Wochen haben wir auf unsere Minni gewartet und es hat sich jede Sekunde gelohnt auch wenn man sich sehr große Sorgen wegen des langen Transports etc. macht. 

Der Fahrer ist ein super lieber und sympathischer Mann, ein echter Tierfreund, der jeden Hund herzlich verabschiedet. Minni war bei der Übergabe ruhig und gelassen, hatte glänzendes Fell und wirkte nicht gestresst. 

Wir haben den besten Hund für unsere Familie bekommen, sie wird von uns allen geliebt, Minni ist mein Seelenhund 😍

Hallo mein Name ist Sandra und bin 45 Jahre alt. Zusammen mit meinem Mann habe ich vor einer Weile unseren Hund Milow (vorher Andy) von Aleksey bekommen.

Wie es dazu kam und warum kein Welpe vom Züchter in der Nähe?

Im Februar diesen Jahres mussten mein Mann, unsere Tochter und ich nach fast vierzehn Jahren unseren Seelenhund erlösen. Es ist und war schmerzhaft für uns und wir wollten, obwohl wir immer einen hatten, nie wieder einen Hund.

Nach vielen Wochen der Traurigkeit, surfte ich im Netz und suchte diesen einen Blick, den jeder kennt dem schon mal ein Hund in die Seele geschaut hat. Immer wieder schaute ich mir Fotos an und laß Berichte. Auf „Quoka“ sah ich ein Foto von diesem kleinen Straßenhund irgendwo in Russland. Ich laß misstrauisch seine Geschichte und sein Profil. Als meine Tochter zu Besuch kam, zeigte ich ihr den kleinen Andy, sie sagte nur „nehmt ihn“, später erzählte ich meinem Mann von dem kleinen Kerl mit den Rehaugen und der Maskenzeichnung im Gesicht.

Wir haben nach langem Überlegen entschieden, aus Dank dafür einen so tollen Hund gehabt zu haben, den kleinen zu Retten. Wir nahmen Kontakt zum Verein auf, per Mail füllten wir den Bewerberbogen aus. Daraufhin meldete sich Andre bei uns. Er erklärte kurz den Ablauf der Adoption, Transport usw. und wir machten einen Termin zur Vorkontrolle aus. Ein Schock für mich war als wir die Aussage bekamen die Hunde kommen bis zu sechs Tage im Transporter und nicht im Flugzeug hierhin. Das wollte ich dem Kerlchen nicht an tun und wollte Absagen. Unsere Tochter sagte dann: “Mama was sind sechs Tage gegen ein glückliches Leben?“, es war und ist immer noch unvorstellbar aber sie hatte Recht!

Also sagten wir zu und nach ein paar Tagen würde die  Vorkontrolle gemacht. Wir hatten eine lange Frageliste erstellt und Andre besuchte uns, um sich ein Bild von uns und unsere Umgebung zu machen. Es war ein sehr angenehmes und informatives Gespräch. Er gab uns die Zusage, dass wir Andy bekommen, wenn wir ihn noch wollen. 

Das Abenteuer "Milow" begann

Wir bekamen Bescheid wann der Transporter in etwa stattfinden soll. Das war ein Negativ Punkt für uns, weil es nur eine wage Angabe gab und nichts Konkretes, da wir berufsbedingt planen mussten. Vom Team bekamen wir vorab Videos per Mail und Instagram, um den kleinen in Aktion zu sehen. Die Tage vergingen und die Sehnsucht wurde größer. Zwischendurch konnten wir nach fragen wie es dem kleinen Mann geht oder Fragen stellen wenn wir welche hatten. Kurz vor dem Start des Transports wurde eine Whatsapp Gruppe erstellt…..der „Waitingroom“. Endlich es begann die heiße „Phase“, ein Ende des Wartens war in Sicht. Wir waren eine tolle Gruppe, konnten uns austauschen, Fragen stellen, unsere Ängste teilen und auch Spaß haben. Der Verein versorgte uns mit Infos und die liebe Marina sendete Fotos und Videos von den kleinen, um uns das Warten zu erleichtern. Die Wartezeit war echt schlimm für uns, wir wollten unseren Hund endlich gesund und munter in die Arme schließen.

Kurze Zeit später wurde ein Teil von uns aus dem "Wartezimmer" gebeten die Gruppe zu verlassen, denn es ging für uns nun in "Endlich nach Hause“ (so hieß unsere WhatsApp Gruppe mit den Adoptanten deren Hunde mit unserem Milow fuhren). Es ging los, alle Adoptanten waren nervös und voller Vorfreude. Am Tag der Abreise kamen Videos von Aleksey und Marina: die Verabreichung von Wurmkuren, Chipkontrolle, es wurde gefilmt wie die Hundis alle gebadet und Reisefertig gemacht wurden. Wir sind alle ausgeflippt vor Freunde, aber auch Angst, dass etwas mit den kleinen auf dem Weg ins neue Leben passieren könnte. Los ging die anstrengende Reise für die kleinen, immer an unsere Seite die lieben vom Verein, sowie Marina und Aleksey, schließlich machten sich alle Gedanken zum wohl der Hunde.

Für uns war es herzzerreißend zu Wissen, dass es eine sehr lange, anstrengende Fahrt wird. Ich glaube ich war ziemlich nervig, weil ich ständig nach gefragt habe wie es den Hunden geht und ob unsere Milow Gesund ist. Aber das war auch kein Problem, man hatte immer ein offenes Ohr für uns alle. Schlaflose Nächte folgten, das Handy immer griffbereit. 

Leider lief unsere Transport nicht reibungslos (vorher war der Transporter kaputt, ein Fahrer fiel aus und so gab es nur einen Fahrer), es dauerte länger als erwartet. In dieser Phase fehlten mir persönliche ausführliche Informationen, ohne nach zu fragen, wir hatten ja bisher keine Erfahrung. In der letzten Nacht waren wir dem Ziel ganz nah, nur noch ein paar Stunden bis wir Milow in Mönchengladbach können.. Leider bekamen wir dann die Nachricht das der Fahrer in Bremen entschieden hat nicht mehr weiter zu fahren, weil er zu müde war von der Fahrt. Es war der Horror für uns. Abholung erst am nächsten Morgen 10 Uhr. Es ging halt nicht anders. Die Aufregung war nicht mehr auszuhalten, Angst, Schlafmangel, alles mögliche an Emotionen war dabei.

Am Abholort warteten wir mit drei weiteren Adoptanten, sowie Ilona, Swetlana und Andre vom Verein, auf unsere Reisegruppe aus dem fernen Russland. Durch die Wartezeit und dem Whatsapp Kontakt waren wir uns schon ziemlich vertraut und wir hatten ja ein Ziel! Da war er, unser Transport!! Die Hunde bekamen im Wagen vom Fahrer und Swetlana Geschirr und Leine angezogen und endlich waren unsere Kleinen greifbar!! Es war so aufregend und wunderbar.

Nach kurzer Zeit fuhren wir nach Hause 

Wir haben uns auf das schlimmste gefasst gemacht, aber es kam alles anders. Milow war von ersten Tag stubenrein, hat nichts kaputt gemacht, war gesund. Natürlich war alles fremd für ihn, er zeigte aber keinerlei Angstverhalten, ist zu Mensch und Tier höflich. Er muss noch viel lernen und braucht Erziehung. Man darf nicht vergessen wo die Hunde her kommen und bis jetzt auf sich alleine gestellt waren. Dies sollte jedem bewusst sein der sich auf das Abenteuer Straßenhund einlässt. Wir haben uns schnell aneinander gewöhnt, aber erst nach einigen Wochen hatten wir das Gefühl, er ist angekommen. Milow schaute aufmerkamer und uns auch in die Augen. Wir hatten nun das Gefühl er fängt an uns zu verstehen. Die Gruppe „Endlich zu Hause" besteht immer noch. Wir tauschen uns aus und versorgen nun Marina und Aleksey mit Fotos und Videos. Wir haben trotz der Aufregung und die Arbeit die noch vor uns liegt, noch keine Minute bereut. Hundeherz Russland e.V. und das Tierheim der Glückliche geben alles für die armen Seelen.

Ich hätte nie gedacht, dass zwischen fremden Menschen so eine Bindung entstehen kann. Wir haben Mensch und Hund in unsere Herzen geschlossen. Es wird für jeden Menschen eine Bereicherung sein ein Hundeherzchen von Aleksey nach Hause zu holen!


Wir, eine vierköpfige Familie aus Frankfurt, wollten seit langem einen Hund in unsere Familie aufnehmen. 

 Leider gibt es viele „schwarze Schafe“ im Welpenhandel und auch wir haben bei einem anderen Tierschutzverein schlechte Erfahrungen gemacht. Auf Nachfrage zum konkreten Verlauf der Adoption, Transport, Formalitäten haben wir keine Informationen erhalten (lediglich zur Übergabe auf einem Autohof) und uns deshalb gegen eine Adoption entschieden. Eigentlich wollte unsere Familie keinen Hund mehr aus dem Tierschutz aufnehmen und wir erkundigten uns bei Züchtern in unserer Nähe. 

 Aber manchmal kommt es anders…

 Unsere Tochter fand eine Anzeige im Internet bezüglich eines Hundes in Hattersheim und setzte sich mit Herrn Waldmann in Verbindung. Es hieß, der Hund sei in Russland und war dort ein Straßenhund. Zunächst waren wir unsicher, ob wir uns auf eine Tiervermittlung einlassen wollen, auch weil wir und der Hund sich vorher nicht kennenlernen können. Nach dem ersten ausgiebigen Telefonat mit Herrn Waldmann, welcher sich uns gegenüber freundlicherweise auch direkt unaufgefordert ausgewiesen hat, wurde uns eine Info Broschüre, Vertragsunterlagen, Fotos und Videos zugesandt. Weitere Gespräche folgten, alle unsere Fragen wurden mit Geduld beantwortet, es wurde auf unsere Bedenken eingegangen, Fotos von Alexeys‘ Tierheim und vom Hundetransporter geschickt. Besonders gefallen hat uns die geplante Übergabe auf einem eingezäunten und geschützten Gelände des Tierheims Hattersheim. Mit einem guten Gefühl haben wir uns für die Adoption von „Simba“ entschieden. Auch nach Abschluss des Vertrages wurden wir stets weiter informiert, wie es den Hunden in Russland geht. Es wurden fast täglich neue Bilder und Videos von unserem Hund geschickt und vorallem konnte man auch sehen, wie sich dieser mit anderen Artgenossen verhält.

Vor Beginn der Reise nach Deutschland haben wir die Maße der Hunde bekommen, um so ein passendes Geschirr zu kaufen, alle Hunde wurden erneut medizinisch untersucht, geimpft, entwurmt sowie vor der Abreise gebadet. Während der Reise im Transporter haben wir Fotos erhalten und wurden über den Reiseverlauf informiert.


Die Ankunft der Hunde erfolgte sehr professionell, am Tag der Ankunft wurden wir mehrmals informiert, wo sich die Hunde nun befinden und wann die geplante Ankunft am Tierheim sei. Die Hunde wurden nach und nach an ihre neuen Besitzer übergeben, für Essen und Trinken für die Hunde war gesorgt und so konnte auch schließlich ganz entspannt ein erster Kontakt zwischen Mensch und Hund stattfinden. 


Zwei der Hunde waren bei der Ankunft stark verängstigt und Herr Waldmann und sein Team haben gemeinsam mit den zukünftigen Hundebesitzern entschieden, diese Hunde erst einmal nicht sofort in die neuen Familien zu geben und diese erstmal kurzfristig bei sich zur Pflege aufzunehmen, um sie nach einigen Tagen, nachdem sie sich beruhigt haben, in ihr neues Zuhause zu geben. Dies fanden wir sehr beantwortung bewusst für alle. 


Unser Hund heißt jetzt „Kiesel“ und hat sich sehr schnell in unserer Familie eingelebt. Er ist gesund, war anderen Hunden und Menschen gegenüber bereits sozialisiert, er ist unkompliziert beim Fressen, spielt gern und ist sehr lernwillig. Er fährt gerne Auto, mag andere Hunde und auch bei den Nachbarn ist er beliebt (zum Einzug gab es von ihnen Hundefutter). Und wenn er mal allein daheim ist, nutzt er die menschenfreie, ruhige Zeit zum Schlafen und Kräftetanken.

Wir fühlen uns alle sehr wohl, jetzt sind wir zu fünft.

Abschließend möchten wir uns herzlichst für das Engagement und die ehrenamtlichen Arbeit von Herrn Waldmann und dem gesamten Team bedanken, insbesondere auch ein großes Dankeschön an Alexey.  

Für mich stand ganz klar fest, ich möchte einen Hund aus dem Tierschutz. Meine Fuchsi, die fünfzehn Jahre lang an meiner Seite lebte und die leider vor wenigen Tagen von uns gehen musste, war auch aus dem Tierschutz und ich hätte mir keine bessere Hündin vorstellen können. Also ging ich auf die Suche. Eine Freundin von mir fand einen wunderschönen Hund im Internet und ich habe mir die Seite genauer angesehen. Russland. Das ist zwar ganz schön weit weg, doch je mehr ich über die Organisation und über Alexej las, umso sicherer war ich mir, dass ich hier richtig bin. Vor allem, als ich Loni und Milan entdeckte. Loni war die Schwester der Hündin, die meine Freundin nehmen wollte, wir wollten die beiden nahe beieinander haben, damit sie sich weiter haben. Und wie bei Loni war es Liebe auf den ersten Blick. 

Doch was sollte ich nun machen? Eigentlich war nur ein Hund geplant. Doch je mehr ich darüber nachdachte, umso besser gefiel mir die Idee, zwei Hunde zu nehmen. Immerhin haben mein Mann und ich auch vier Kinder. Die Zwillinge sind sechs, der Mittlere ist acht und der älteste ist zehn. Und alle lieben sie Hunde, haben wir in der Familie doch so viele Hunde. Unsere Fuchsi war damals noch Teil unserer Familie, meine Eltern haben drei Windhunde vom Tierschutz, meine Schwester einen Podenco aus Spanien und auch mein Bruder hat mit seiner Frau zwei Hunde. Also entscheiden wir uns dafür, Loni und Milan zu nehmen! Die Vorfreude war natürlich riesig und die Kinder gingen mit mir gemeinsam alles für die beiden einkaufen. Hundebett, Halsband, Leinen, Hundefutter, Spielzeug … Es war alles vorbereitet! 

Doch dann kam alles anders. Alexej hat ein sehr großes Herz für Hunde und hat viele neue Hunde aus dem örtlichen Tierheim gerettet. Dabei kam es leider aber auch so, dass Loni sich mit Staube ansteckte und verstarb. Der Schock war groß, genauso, wie die Trauer. Vor allem für die Kinder war es schwer zu verstehen. Im ersten Moment haben wir überlegt, keinen zweiten Hund zu holen, doch in meinem Kopf hatte es sich so festgesetzt, dass ich mit meinem Mann gemeinsam entschied, es muss einer her. Unsere Fuchsi war einfach schon so alt, dass sie nicht als Zweithund galt. Wir rechneten schon lange damit, dass sie von uns gehen würde. Allerdings sprach mein Mann diesmal einen Wunsch aus, der mir bis dahin nie bewusst war. Er träumte schon als Kind von einem Labrador und so wurde klar, unser Zweithund würde leider nicht aus dem Tierschutz kommen, sondern aus Deutschland. Die Suche dauerte nicht lange und wir fanden Stelle. Meinem Gefühl folgend, wollte ich Stelle zuerst hier haben. Ich wollte Milan nicht zumuten, hier erst allein mit Fuchsi zu sein, die schon lange nicht mehr spielte und dann einen kleinen Hund dazubekommen. Ich hatte Angst, dass er sich dann zurückgesetzt fühlt. 

Von Alexej bekamen wir in der Zeit immer wieder Bilder und Videos von Milan, was mich sehr beruhigte. Die Angst, ihm könnte auch etwas zustoßen, war sehr groß. Und die Zeit, bis er endlich nach Deutschland kam, gefühlt zu lange. Zu meinem Pech kam der Transport dann auch noch an dem Wochenende an, an dem ich einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse hatte, sodass ich ihn nicht einmal selbst abholen konnte. Für mich war das sehr schwer, doch die zwei Tage, die er dann bei einer Freundin war, gingen schnell vorbei. Dabei bekam ich gefühlt alles hautnah mit. Wir alle waren in einem WhatsApp Chat, in dem wir an allem teilhaben konnten. Videos von den Hunden, wie sie transportiert wurden. Updates, wie weit sie waren. Und am Ende Videos, wie die einzelnen Hunde abgeholt wurden. Zu sehen, wie glücklich Milan war, war ein Geschenk. Ich weiß von Transporten, auf denen es den Tieren nicht sonderlich gut geht. Transporte, die an Autobahnparkplätzen anhalten, um die Hunde schnell loszuwerden. Doch hier war alles anders. Die Hunde wurden bei Helfer von Alexej abgeliefert und durften dort erst einmal im Garten toben. Sie wurden einzeln abgeholt und bekamen jeder einen Moment Zeit, die neuen Menschen kennenzulernen. Kein Stress, kein Drängen. Einfach nur Glück und liebe. Es hört sich schnulzig an, doch das war es, was auf den Videos rüberkam und was meine Freundin, die unseren Milan abgeholt hat, erzählte. Ich selbst musste noch zwei weitere Tage auf unseren Schatz warten, doch als er endlich bei uns war, war unsere Welt wieder gut. Fuchsi hatte sich gerade von uns verabschiedet, was ein großer Verlust für die ganze Familie war. Fünfzehn Jahre sind einfach eine lange Zeit und sie war noch älter, da ich sie erst mit einem Jahr bekommen habe. Aber es waren fünfzehn wundervolle Jahre. Leider konnte Milan sie nicht mehr kennenlernen. Ich glaube, Fuchsi hätte ihn geliebt. Seine ruhige Art, sein liebes Wesen und wie unaufdringlich und doch liebenswürdig er ist, sprechen für ihn. Er ist einfach ein wundervoller Hund! 

Bisher hat er nur einmal in die Wohnung gemacht, sonst alles draußen. Er hört gut, läuft toll an der Leine und freut sich über jeden, dem er begegnet. Er spielt mit den Hunden unserer Freunde und als er gestern für eine Stunde bei einer Freundin von uns war, wollte er unbedingt wieder zu uns zurück. Er weiß, dass hier sein zuhause ist und taut von Tag zu Tag mehr auf.

Danke, Alexej, dass du dich bisher so gut um unseren Milan gekümmert hast! Wir bedauern noch immer, dass Loni kein Teil unserer Familie werden konnte, doch ich glaube daran, dass alles einen Grund hat. Auch, wenn wir ihn nie erfahren werden. 

Und an alle, die sich unsicher sind, ob sie einen Hund von Alexej nehmen sollen. Ich kann nichts schlechtes über die Organisation berichten. Vielleicht findet ihr ja auch euren Traumhund unter den armen Seelen, die noch bei ihm leben. 

Alle Berichte wurde von unseren Adoptanten geschrieben 
und uns zur Verfügung gestellt.